Grüne Branche

ALB & Co.: Bund soll Betriebe entschädigen

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Treten in einer Baumschule Quarantäneschädlinge wie etwa der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) auf und ist das Vernichten der befallenen Pflanzen von Amts wegen erforderlich, entsteht dem betroffenen Betrieb ein wirtschaftlicher Schaden. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) fordert deshalb für seine Mitgliedsbetriebe einen Entschädigungsfonds des Bundes.

Neue und bereits bekannte Schaderreger stellen eine Bedrohung für den Gehölzbestand der Baumschulen dar. Foto: BdB

Dieser kann – dank einer Regelung in der neuen Pflanzenschutzrichtlinie der EU – zur Hälfte von Brüssel mitfinanziert werden.

BdB: 100-prozentige Entschädigung durch Co-Finanzierung des Bundes

„Die Möglichkeit der Entschädigung durch EU-Mittel ist nur möglich, wenn der Bund über einen nationalen Fonds die Summe vorfinanziert und dann aus dem EU-Topf ausgleicht. Aus Sicht des BdB ist es sinnvoll, aus der 50-prozentigen EU-Entschädigung eine 100-prozentige Entschädigung durch eine Co-Finanzierung des Bundes zu machen“, sagt Marius Tegethoff, Bereichsleiter Produktion/Qualitätssicherung beim BdB.

Im Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Dr. Michael Meister, diskutierte der BdB neben einem möglichen Entschädigungsfonds des Bundes auch seine Forderung nach einer steuerlichen Risikorücklage für die Baumschulen. Hier sei zu prüfen, ob über diesen Weg der EU-Fonds angezapft werden könne. Allerdings habe der EU-Fonds mit einer Mittelausstattung von 20 Millionen Euro bei weitem zu wenig Finanzmittel.