Allergene Pflanzen beschäftigen BdB

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Welche unerwünschten Wirkungen haben Pflanzen und wann stellen diese ein Problem dar? Neben dem Thema invasive Pflanzen, das die Baumschulen bereits seit längerem beschäftigt, gewinnt nun auch das Thema allergene Pflanzen für sie an Aktualität.

Wie Peter Heydorn vom Fachausschuss Laubgehölze auf der Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen zunächst zum Thema invasive Pflanzen ausführte, hat das Bundesamt für Naturschutz schon vor längerer Zeit eine schwarze Liste an Pflanzen erstellt, die bei uns die heimische Flora negativ beeinflussen können. Informationen dazu finden sich auf der Internetseite www.neophyten.de. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) hat ferner mit Hilfe des BdB eine Empfehlung für Gärtner, Planer und Verwender herausgegeben, um den Umgang mit invasiven Arten zu erleichtern. Heydorn: "Damit könnte das Thema abgeschlossen sein. Aber leider ist das nicht so." Denn mittlerweile gebe es auch eine so genannte "graue Liste" und andere europäische Länder beschäftigen sich auch sehr intensiv mit diesem Thema. Bei dieser grauen Liste handele es sich um Pflanzen, die beim Bundesamt für Naturschutz unter Beobachtung stehen, so Heydorn gegenüber der TASPO. "Ich glaube, dass da noch einiges auf uns zukommen wird", meinte er zu den möglichen Folgen für die Baumschulen.

Ein neues Thema, das ferner auf die Baumschulen zukommt, ist die Pollenbelastung durch Gehölze in Zusammenhang mit dem übergeordneten Thema Allergene.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat laut Heydorn bereits zum zweiten Mal eine Konferenz zu Allergenen einberufen und zu einem Aktionsplan gegen Allergene aufgerufen. An der Zahl von rund 13 Millionen Menschen in Deutschland, die mehr oder weniger an Allergien leiden, lasse sich die Wichtigkeit des Themas ablesen. Experten aus mehreren Bereichen untersuchen den Aussagen zufolge unter anderem die Allergene, die aus der Natur kommen, wie Tierhaare, Insekten, Schuppen und eben auch Pollen. Wie Heydorn gegenüber der TASPO erläutert, hat es der Berufsstand dabei geschafft in der Arbeitsgruppe, die sich mit den Pollen von Gehölzen beschäftigt, vertreten zu sein. Die Beratungen seien aber noch längst nicht abgeschlossen und am Ende könnte für die Baumschulen beipielsweise eine Verpflichtung herauskommen, im Katalog die Pollenbelastung der entsprechenden Gehölze und Arten aufzuzeigen, warnte Heydorn.

Auch Hajo Hinrichs vom Fachausschuss "Immergrüne und Koniferen" rief in seinem Bericht auf der BdB-Wintertagung auf, in der erwähnten Arbeitsgruppe "am Ball zu bleiben". Es dürfe nicht sein, dass "wir neben Bildetiketten, Preisetiketten, Etiketten für Passpflicht, für Giftigkeit eventuell auch noch ein Etikett für das Allergiepotenzial dieser Pflanze heften müssen".

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