Grüne Branche

Als Beitrag für den grünen Stadtumbau

Welchen Nutzen erfüllen Gartenschauen?
Gartenschauen leisten einen wichtigen Beitrag zur grünen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Für Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft, stellt die Gartenschau igs Hamburg ein Paradebeispiel dar.

Hamburg ist traditionsreich an Gartenschaugeschichte: Hier fiel der Startschuss zur ersten IGA im Jahr 1953, es folgten die internationalen Gartenschauen 1963 und 1973. Von allen habe das Hamburger Stadtgrün profitiert.
Gartenschauen haben, wie Sandner betonte, unterschiedliche Ausrichtungen. Nach wie vor stehe dabei die Ausrichtung als Leistungsschau des deutschen Gartenbaus an erster Stelle. Bei den internationalen Veranstaltungen werde sie um die internationalen Beiträge von Verbänden und Kollegen ergänzt. Die Besucher kommen wegen des Bezuges zum Garten und Gartenbau, betonte Sandner.

Dabei sind die Gartenschauen nicht mehr die reinen Blumenausstellungen wie noch im 19. Jahrhundert. Seit Kriegsende haben sie vielmehr Stadtbaumaßnahmen im, wie Sandner betonte, „unerhörten Umfang" geleistet. Er unterstrich die Bedeutung der Gartenschauen als Bündelungsinstrument von öffentlich und privaten Investitionsmaßnahmen. Dabei gehe es teilweise auch um lang geplante Investitionen.

Über Gartenschauen wird Infrastruktur geschaffen, wie in Hamburg etwa mit der Querung über die S-Bahnstation zum Gartenschaugelände. Beispiele für die Entwicklung von Stadtquartieren und des Wohnumfelds mit entsprechender Infrastruktur, bieten, wie Sandner erläuterte, etwa die Gartenschauen in Potsdam und die Zukünftige in Heilbronn.

Erst nach der igs erhält der in Wilhelmsburg geschaffene Generationenpark seine Funktion zur dauerhaften Nutzung in diesem Stadtteil. Dieser habe, wie Sandner betonte, eine enorme Aufwertung erfahren, mit einer Vielzahl von Infrastrukturmaßnahmen und ebenso Baumaßnahmen, ergänzt um die internationale Bauausstellung.

Ob es nun um die Verknüpfung von Grünanlagen und Parks oder andere Infrastrukturmaßnahmen und Veränderungen geht - auch Gartenschauprojekte sind heute nicht mehr ohne Einbindung der Bürger möglich, betonte Sandner. Diesen sogenannten Partizipationsprozess würden die Gartenschauen seiner Einschätzung nach inzwischen ganz gut schaffen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel mit vielen weiteren Informationen in Ausgabe 07/ 2013 Deutsche Baumschule.