Grüne Branche

Alterskasse und Krankenversicherung: höhere Beiträge ab 2015

In der Alterssicherung der Landwirte und in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung gelten nach Angaben der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ab 2015 neue Beiträge. 

Ab 2015 gelten in der Alterssicherung der Landwirte und in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung neue Beiträge. Foto: Butch/Fotolia.com

In der Alterssicherung der Landwirte (AdL) steigt der Beitrag in den alten Bundesländern von 227 Euro auf 232 Euro im Monat und in den neuen Bundesländern von 192 Euro auf 199 Euro im Monat. Der Beitragszuschuss werde entsprechend angepasst.

Zwar sinkt der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), doch dies wirke sich für 2015 nicht gleichermaßen auf die AdL aus. Grund sei das deutlich angestiegene Durchschnittsentgelt in der GRV, das neben dem Beitragssatz einen Faktor zur Beitragsermittlung in der AdL bildet, sodass hier insgesamt eine moderate Beitragserhöhung resultiere.

Krankenkassenbeiträge steigen
Die Beiträge zur landwirtschaftlichen Krankenkasse (LKK) erhöhen sich für Unternehmer und mitarbeitende Familienangehörige ab 2015 um etwa 2,5 Prozent, führt die SVLFG aus. Wegen des Übergangsrechts werde diese Veränderung aber nur in sehr wenigen Fällen unmittelbar festzustellen sein. Die Beitragserhöhung in der LKK sei Folge der erwarteten Ausgaben in 2015 sowie der Tatsache, dass bestimmte Beiträge durch Gesetz festgelegt werden und nicht von der LKK beeinflusst werden könnten (beispielsweise Beiträge für Rentner und Altenteiler, Studenten).

Die neue Beitragstabelle für Unternehmer sehe für die LKK künftig gleichmäßige Beitragsstufen zwischen den Beitragsklassen 2 bis 20 von je 24,75 Euro vor. Der Beitrag in der Beitragsklasse 1 (sogenannte Kleinunternehmer) belaufe sich künftig auf 86 Euro und der in der höchsten Beitragsklasse 20 auf 532,50 Euro monatlich. Der Höchstbeitrag sei damit unverändert fast zehn Prozent niedriger als der der allgemeinen Krankenversicherung.

Übergangsregelung in der LKK
Bei gleichen Betriebsverhältnissen ändere sich die Beitragsklasse für Unternehmer und mitarbeitende Familienangehörige zum 1. Januar 2015 nur in sehr wenigen Fällen, so die SVLFG. Diese Stabilität sei auf fast unveränderte Beziehungswerte der Arbeitseinkommensverordnung Landwirtschaft 2015 zurückzuführen. Die LKK-Beiträge für mitarbeitende Familienangehörige beliefen sich unverändert auf 50 Prozent des Unternehmerbeitrages (unter 18 Jahren/in Ausbildung = 25 Prozent). Hinzu kommt der Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung, der infolge gesetzlicher Leistungsverbesserungen leicht steige.

Für 98 Prozent der Unternehmer und mitarbeitenden Familienangehörigen sind laut SVLFG auch 2015 Übergangsregelungen zu berücksichtigen, wofür bereits mit der Beitragsrechnung ab 1. Januar 2014 sogenannte Angleichungssätze gebildet wurden. Sie sollen sicherstellen, dass der Beitrag bis 2017 in gleichmäßigen Stufen an das zum 1. Januar 2014 vereinheitlichte Beitragsrecht herangeführt wird. Nur in den wenigen Fällen eines Mitgliedschaftsbeginns im Jahre 2014 sei keine Angleichung zu beachten.

Regionale Sondervermögen
Ferner sollen auch 2015 Teile der regionalen Sondervermögen zur gleichmäßigen Senkung der LKK-Beiträge dienen. In diesem Zusammenhang erwähnt die SVLFG als eine „Region/LKK“ speziell den Gartenbau und für diesen ein Sondervermögen zum 31. Dezember 2014 von 6.653.942 Euro sowie eine Beitragssenkung 2015 von 6,50 Prozent.

Unverändert blieben die Beiträge für freiwillig Versicherte, die erst zum letzten Jahresbeginn ohne Übergangsregelung deutlich erhöht wurden. Die Beitragstabelle zur LKK findet sich in der aktuellen Ausgabe von „LSV kompakt.“ Fragen beantwortet die SVLFG per E-Mail: versicherung(at)svlfg.de. (hlw)