Grüne Branche

AMI Anbauerhebung: Produktion von Kombipotts mehr als verdoppelt

Auch mit der gerade laufenden aktuellen Zierpflanzenbauerhebung des Statistischen Bundesamtes werden die vielfältigen Fragen nach der detaillierten Produktionsentwicklung im deutschen Zierpflanzenbau nicht beantwortet werden. Viele kleinere Betriebe werden aus der offiziellen Statistik herausfallen, da die Meldegrenze im geschützten Anbau von Zierpflanzen von 0,03 Hektar auf 0,1 Hektar angehoben wurde. 

Bestimmte Kulturen werden in der offiziellen Statistik außerdem weiterhin nur in Gruppen erhoben. Hierunter fallen auch Kulturen, die nach Experteneinschätzungen den Beet- & Balkonbereich in Zukunft stärken könnten. Petunien und Calibrachoa werden beispielsweise weiterhin gemeinsam abgefragt, obwohl sich innerhalb des Sortiments eine Verschiebung zu den kleinblütigeren Calibrachoa abzeichnet. Fuchsien und Lobelien finden sich ebenso unter „Sonstige Beet- & Balkonpflanzen“ wie die trendigen Mischtöpfe (Kombipotts).

In der jährlich stattfindenden Anbauerhebung Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) meldeten die teilnehmenden deutschen Produktionsgärtner im Jahr 2011 schon mehr als eine Million produzierte Kombipotts aus dem Jahr 2010. Im Jahr 2011 hatte sich die Produktionsmenge schon mehr als verdoppelt und sollte 2012 noch einmal ausgeweitet werden. Damit war für dieses Jahr eine Produktionsmenge von rund 2,2 Millionen Stück geplant, die nicht nur von Betrieben erzeugt werden sollten, die auch vorher schon Kombipotts produziert hatten. Ein nicht geringer Anteil der Erhebungsteilnehmer plante den Produktionsstart im Jahr 2012.

Ob die Produktionsausweitung bei den Kombipotts weitergeht und wie die Anbauabsichten bei anderen Kulturen ausfallen, wird die kommende AMI Anbauerhebung Herbst 2012 zeigen, die zwischen der 36. und 37. Kalenderwoche an die deutschen Produktionsgärtner versendet wird.

Die Erhebungsteilnehmer erhalten die Auswertung der Daten und einen umfassenden Bericht über die deutsche Zierpflanzenbranche kostenlos per Fax oder E-Mail zugesandt. Falls Sie an der Erhebung teilnehmen und sich den Informationsvorsprung sichern möchten, melden Sie sich bitte bei der AMI, Abteilung Zierpflanzen, Tel.: 0228–33805260 oder E-Mail: britta.biegler(at)AMI-informiert.de. (ami/bb)