Grüne Branche

AMI: Kulturpilze immer beliebter

Die Einkaufsmenge frischer Champignons stieg in den vergangenen sieben Jahren um rund ein Viertel. Zu diesem Ergebnis kommt die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI). Allein im vergangenen Jahr wuchs die Produktion heimischer Pilze in deutschen Betrieben von 62.000 auf 64.000 Tonnen. Rund 8.000 Tonnen werden professionell verarbeitet.

Braune Champignons gehören der Beliebtheit nach zu den Gewinnern unter den Speisepilzen. Foto: GMH/BDC

Die restlichen 56.000 Tonnen landen in den Küchen der Verbraucher. Etwa die gleiche Menge Frischpilze kommt noch mal aus den Nachbarländern wie Polen oder den Niederlanden dazu. Aber immer mehr Verbraucher folgen dem Trend zur Regionalität und wissen, dass die kurzen Transportwege besondere Frische und größere Umweltfreundlichkeit bedeuten.

Die großen Gewinner bei der Zunahme des Pilzverbrauchs sind laut AMI die braunen Champignons. Sie verzeichneten in den vergangenen sieben Jahren eine Zuwachsrate von 10,4 Prozent. Champignons insgesamt kamen auf eine Steigerungsrate von 3,5 Prozent. Entsprechend niedriger fiel die Zunahme bei den weißen Pilzen aus mit nur 2,7 Prozent. Warum das so ist, lässt sich nur vermuten. Das appetitliche Aussehen der sanftbraunen Pilze spielt sicher eine Rolle. Aber auch das etwas kräftigere Aroma lässt die Käufer häufiger zu den braunen als zu den weißen Exemplaren greifen.

Nur ein Prozent Marktanteil für Kulturpilze wie Shiitake
Die anderen Kulturpilz-Arten kommen zusammen nur auf einen Anteil von einem Prozent am Pilzmarkt, obwohl Austernpilz und Shiitake mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt zur Verfügung stehen. Erst im Kommen und daher nicht überall verfügbar sind Arten wie die Samthaube (Piopino) aus Italien und der in Ostasien schon lange geschätzte Samtrübling (Enoki).

Viele weitere interessante Informationen rund um Speisepilze gibt es unter: www.gesunde-pilze.de. (ts)