Grüne Branche

Anbaubündnis Bio-Zierpflanzen bildet Netzwerk

Bio-Zierpflanzen und Bio-Kräuter im nachhaltigen Gartenbau war eine Vortragsveranstaltung im Gartenbauzentrum Köln-Auweiler überschrieben. Die Anbaugemeinschaft Bio-Zierpflanzen hatte dazu eingeladen. Das Interesse war riesengroß, 120 Teilnehmer zählte die Veranstaltung. Diese interessierten sich vor allem für die Chancen und Möglichkeiten, denn noch bieten nicht sehr viele Gartenbaubetriebe Bio-Zierpflanzen an.

Die Anbaugemeinschaft beschreibt sich selbst als beitragsfreie Interessengemeinschaft, bestehend aus Gärtnern, Beratern, dem Gartenbau zuliefernden Unternehmen, Herstellern und Vertreibern von Pflanzenstärkungs- und Behandlungsmitteln, Vermarktern, biologischen Anbauverbänden und verschiedenen gartenbaulichen Institutionen mit Versuchs-, Bildungs- und Beratungsarbeit. Geschäftsführer ist Hermann-Josef Schumacher (Rheinberg).

Ihre Ziele sind, den Anbau von Bio-Zierpflanzen und den nachhaltigen Gartenbau zu fördern, vor allem ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu schaffen.

Regelmäßig stattfindende, offene Bio-Zierpflanzentage, Fachexkursionen und Seminare dienen dem Informationsaustausch. Sie wollen Anbaukonzepte weiterentwickeln, Vermarktungskonzepte umsetzen, sich auf Messen, Fachveranstaltungen und in den Medien zeigen. Die Mitglieder tauschen sich intensiv untereinander aus in einer geschlossenen Benutzergruppe per Internet. Mit Bio-Zierpflanzen, argumentiert die Gruppe, bekommen Endverkaufsgärtnereien, Fachgarten- und Floristikmärkte eine Chance, sich von Billiganbietern im Baumarkt- und Lebensmitteleinzelhandelssegment abzugrenzen.

Ebenso bieten sich für Naturkostfachmärkte wie Basic, Alnatura oder Denn's gute Chancen zur Sortimentserweiterung. Gartencenter und Endverkaufsgärtnereien in ländlichen Regionen, die viele Stammkunden besitzen, hätten gute Chancen, die Kosten für nachhaltig und ökologisch erzeugte Zierpflanzen in faire Preise umzusetzen.