Grüne Branche

Anbauerhebung: 2015 mehr Beet- und Balkonpflanzen zu erwarten

Im Jahr 2015 wird es in Deutschland wohl wieder mehr Beet- und Balkonpflanzen geben. Dies folgert das Marktforschungsunternehmen AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft) aus seiner Anbauerhebung Herbst 2014. Auf Produktebene kündigten sich Sortimentsveränderungen an, die sowohl die Arten und Sorten als auch die Formen der Pflanzen betreffen. 

Beet- und Balkonpflanzen konnten in 2014 punkten. Foto: Janina Linneweh

In der Anbauerhebung hatten Produktionsbetriebe die Saison 2014 bewertet und gemeldet, wo die Geschäfte in Deutschland besonders gut liefen. Ein besserer Saisonverlauf zeigte sich den Angaben zufolge für die ersten neun Monate des Jahres 2014 sowohl bei indirekt absetzenden als auch bei Endverkaufsbetrieben, wobei der Geschäftsverlauf in den Endverkaufsbetrieben besser beurteilt wurde.

Auch die Erwartungen an die kommenden Geschäfte von Oktober 2014 bis März 2015 sind nach den Ergebnissen der AMI wieder positiver.

Anbauerhebung zweimal jährlich
Zweimal jährlich führt die AMI eine Anbauerhebung zu Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau durch. Schwerpunktmäßig werden in der Herbsterhebung der Anbau und die Anbauplanung von Beet- und Balkonpflanzen des ersten Halbjahres für das aktuelle Jahr beziehungsweise das Folgejahr, der Geschäftsverlauf und die Umsatzentwicklung abgefragt.

Auf der aktuell erfassten Fläche von über 320 Hektar geschützter Anbaufläche und knapp 400 Hektar Freilandfläche wurde eine Produktionsmenge von mehr als 139 Millionen Beet- und Balkonjungpflanzen erfasst, die im kommenden Jahr weiter ausgebaut werden soll. Für die auch auf Einzelkulturebene abgefragte Fertigware wurden insgesamt knapp 180 Millionen Stück erfasst, die Menge an Solitärs war deutlich geringer.

Starke Verschiebungen auf Kulturebene
Insgesamt soll die Menge an Fertigware im kommenden Jahr zwar um knapp zwei Prozent ausgebaut werden, auf Kulturebene zeigen sich allerdings starke Verschiebungen. Die Menge an Dipladenia soll stark zunehmen, während die Produktion an Primula zum fünften Mal in Folge eingeschränkt werden soll.

Wie sich der Anbau der Einzelkulturen im Jahr 2015 entwickeln soll, ist im AMI Markt Report Anbauerhebung Zierpflanzen Herbst 2014 – Produktions- und Wirtschaftstendenzen im Zierpflanzenbau detailliert nachzulesen.

Ob der bevorstehende Mindestlohn Auswirkungen auf die Produktionsbetriebe in Deutschland hat und welche Reaktionen folgen, lässt sich laut AMI dort ebenfalls erfahren. Informationen hierzu finden Sie auch in der Januar-Ausgabe der Gärtnerbörse, die am 17. Januar 2015 erscheint.

Der 17-seitige Markt Report ist für 201,80 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer auf der AMI-Webseite erhältlich. (ts)