Grüne Branche

Anforderungen auf dem Prüfstand: Novellierung im Bereich Pflanzenvermehrungsmaterial

Anlässlich eines Treffens zwischen dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) und Vertretern einer Brüsseler Verhandlungsdelegation am 31. Oktober 2013 erörterten beide Parteien Positionen zur Novellierung des europäischen Gesetzgebungsvorhabens Tier- und Pflanzengesundheit.

Im Rahmen der Novellierung beabsichtigt die EU-Kommission eine Neuregelung des gesamten Bereiches Pflanzenvermehrungsmaterial, wie der BdB mitteilt (wir berichteten in der TASPO 39/13).

Nach Information des Verbandes kommen alle momentan gültigen Anforderungen an Obstgehölze, Zierpflanzen und Forstgehölze auf den Prüfstand. So sollen Anforderungen an Baumschulpflanzen entsprechend dem aktuell vorliegenden Verordnungsentwurf mit landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produkten für den Lebensmittelbereich gleichgesetzt werden, auch die Etikettierung von Pflanzenlieferungen soll erheblich umfangreicher gestaltet werden.

Der Verordnungsentwurf sehe zudem vor, alle für den Markt bestimmten Pflanzensorten zu registrieren und amtlich zu beschreiben. Allein im deutschen Gehölzbereich sind laut BdB über 34.000 Sorten im Handel. Der BdB setzt sich daher dafür ein,

  • dass die Anforderungen an die Baumschulpflanzen nicht mit denen des Lebensmittelbereiches gleichgesetzt werden,
  • dass die Etikettierung der Pflanzenlieferungen auch weiterhin so praktikabel gestaltet wird wie bisher,
  • dass die Sortenregistrierung und -beschreibung der über 30.000 Baumschulpflanzen erheblich vereinfacht wird und
  • dass die Verbände auch weiterhin am Gesetzgebungsverfahren beteiligt werden.

Wie der Verband weiter mitteilt, lassen sich von dem Treffen am 31. Oktober bereits erste Signale dafür ableiten, dass die Forderungen des BdB in Brüssel Gehör finden und es so zu einer für die Baumschulen praktikablen Umsetzung kommen kann. (ts)