Grüne Branche

Anstieg von Mäuseschäden an jungen Waldbäumen

In diesem Jahr ist in Brandenburgs Wäldern verstärkt mit kritischen Populationsdichten von Erd-, Feld- und Rötelmaus zu rechnen. Für junge Laubholzkulturen besteht ein erhöhtes Risiko, von den kleinen Nagern stark verbissen zu werden, teilte das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg mit. 

Der Landesbetrieb Forst Brandenburg führt daher eine verstärkte Überwachung im Landeswald durch und empfiehlt auch privaten Waldbesitzern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Für den Herbst geplante Laubholzpflanzungen sollten beim Auftreten kritischer Besatzdichten auf das nächste Frühjahr verschoben werden.

Bereits im letzten Jahr gab es durch die starke Samenbildung der Rot-Buche sehr gute Bedingungen für Entwicklung der Mäusepopulationen. Trotz geringer Schneemengen und damit günstigen Jagdbedingungen für Beutegreifer während der Wintermonate erholten sich die Populationen im Frühjahr relativ schnell, so dass bereits Anfang des Sommers ein auffälliges Mäuseauftreten beobachtet wurde. Auch die niederschlagsreichen Monate Mai und Juni wirkten sich günstig auf die Populationsentwicklung der Rötelmaus aus.

Zur Überwachung und für Gegenmaßnahmen beraten die Mitarbeiter der Oberförstereien. Das Waldschutz-Merkblatt „Mäuse“ steht auf der Website des Landesbetriebes Forst Brandenburg zum Download zur Verfügung. (vs)