Grüne Branche

Anwendung von Geodaten in der Friedhofsverwaltung (Teil 3)

Im letzten Teil der Serie über den Umgang mit georeferenzierten Daten beschreiben die Autoren das Verwalten der digitalen Flächen. Außerdem fassen sie die wichtigsten Grundlagen noch einmal zusammen.

Darstellung der Punktobjekte mit Symbolen. Die Bäume sind an ein Kataster angebunden und können beschriftet und bewertet werden. Foto: Albrecht.

Objekte können in GIS-Systemen durch drei Elementtypen dargestellt werden: durch Punkte, Linien und Flächen. Grundelement ist der Punkt, eine Linie wird durch mindestens zwei Punkte beschrieben, eine Fläche besitzt mindestens drei Punkte. Eine Shape-Datei kann immer nur jeweils Objekte eines Elementtyps enthalten. Zeichnet man etwa in einer Ebene in der Flächen erfasst sind Punkte ein, erfolgt beim Abspeichern eine Fehlermeldung.

Aussagekräftige Flächen

Für die Darstellung in einem Friedhofskataster bietet sich die Erfassung in Form gültiger Flächen an, denn nur so ist es möglich, Flächenbilanzen zu erstellen. Gültige Flächen sind Polygone mit mindestens drei Stützpunkten. Start- und Endpunkt müssen identisch sein und die Randlinie darf sich nicht überschneiden. Im GIS können für Flächenelemente ganz einfach per Mausklick Flächeninhalte berechnet werden. Voraussetzung für eine korrekte Berechnung ist, dass der Plan georeferenziert ist. Um auf dem Friedhof aussagekräftige Flächenberechnungen durchführen zu können, müssen alle Flächen als Flächenelemente erfasst werden. Nur dann kann auch das Rahmengrün in die Flächenbilanz integriert werden. Ist das Verknüpfen der einzelnen Grabstellen mit den Datensätzen des Verwaltungssystems möglich, lassen sich so ohne manuelle Dateneingabe Flächenauswertungen etwa nach Grabarten oder Belegung erstellen. Lesen Sie mehr dazu in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 19.

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