Grüne Branche

Appell an rheinische Friedhofsgärtner mehr auszubilden

Ein Appell geht an die rheinischen Friedhofsgärtner, mehr auszubilden und sich verstärkt in der Ausbildung zu engagieren. Thomas Schlimgen (Köln) richtete ihn in Kaarst an die Kollegen und warnte, dass es in Zukunft immer schwieriger werde, gute Auszubildende zu bekommen.

Schlechte Schulabschlüsse führen zu schlechten Abschlussprüfungen

Schon jetzt schlagen sich die schlechten Schulabschlüsse der Auszubildenden in den Abschlussprüfungen nieder. So gab es im vergangenen Jahr 51 Abschlussprüfungen bei den rheinischen Friedhofsgärtner-Auszubildenden. Davon erzielten neun die Gesamtnote Gut, 20 erhielten ein Befriedigend, acht bekamen ein Ausreichend und 14 haben nicht bestanden. Das bedeutet 27 Prozent der Teilnehmer sind durchgefallen. Schlimgen führt das auch auf die Umstrukturierungen innerhalb der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen zurück.

 

Überbetriebliche Ausbildung weiter optimieren

Die Überbetriebliche Ausbildung finde jetzt in Münster statt, wodurch möglicherweise zusätzliche Belastungen, fachliche Differenzen und eine andere Vermittlung von Themenbereichen aufgetreten seien. Um das zu ändern und die Situation wieder zu verbessern, fänden jetzt Gespräche statt. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer werde nach Lösungen gesucht. Derzeit gibt es 284 Verträge in der friedhofsgärtnerischen Ausbildung in Nordrhein-Westfalen, nahezu die Hälfte von ganz Deutschland.

An dem Gartenbauzentrum Essen sind derzeit 16 Meisterschüler, ein Agrarfachwirt (Techniker) sowie sechs Teilzeit-Fachschüler in der Ausbildung. Im vergangenen Jahr vollendeten fünf Vollzeit-Fachschüler und ein Wiederholer sowie zwei Techniker ihre Fachschulausbildung.