Aprilfröste dezimieren Obsternte

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Frostschäden an Kirsche: Gerade bei Kirschen fällt die diesjährige Ernte frostbedingt viel geringer aus. Foto: Jörg Jenrich/LTZ

Die Obsternte in Deutschland fällt in diesem Jahr erheblich kleiner aus, konstatierte der Deutsche Bauernverband (DBV) bei der Vorstellung der Erntebilanz 2017. Wetterextreme wie die Fröste im April sowie regional auftretender Hagel und Starkregen sorgen in einigen Anbauregionen besonders bei den Obstbauern für deutliche Ertragseinbußen. 

Frostschäden gibt es im Obstbau vor allem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Betroffen sind Steinobst (Kirschen, Pflaumen, Zwetschen), Kernobst (Äpfel, Birnen), Erdbeeren, Strauchbeerenobst (Johannisbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren) und Wein.

„In diesem Jahr haben wir in Deutschland Frostschäden beim Obstbau in Höhe von rund 200 Millionen Euro bis hin zu regionalen Totalausfällen. Der Klimawandel und die Zunahme von Extremwetterereignissen erfordern ein wirksameres und besseres Risikomanagement für die Betriebe “, so DBV-Präsident Joachim Rukwied. Die Schäden durch Hagel und Starkregen bezifferte er auf etwa 250 Millionen Euro. Witterungsrisiken seien besonders für die Obstbauern durch Versicherungslösungen und Investitionsförderung für Frostschutzberegnungsanlagen zu mindern, forderte Rukwied. Für alle landwirtschaftlichen Betriebe forderte er zudem eine steuerlich begünstigte Risikovorsorge. DBV/db

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