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Aquaponik: Universität Rostock startet Pilotprojekt

Die Universität Rostock will jetzt in einem Pilotprojekt wirtschaftliche Verfahren zur Kombination von Fisch- und Pflanzenzucht in landwirtschaftlichen und Gartenbaubetrieben entwickeln. Bei der sogenannten „Aquaponik“ werden die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor, die etwa bei der Haltung von Barschen und Welsen in Aquakultur-Anlagen entstehen, dafür genutzt, dass Erbsen, Paprika oder Zucchini in Gewächshäusern besser wachsen. 

Nach Auffassung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern wurden die reichhaltigen Nährstoffe aus der Fischzucht bisher nicht ausreichend genutzt.

Das Besondere bei diesem Forschungsvorhaben ist laut Information, dass extensive, semi-intensive und intensive Aufzucht von Fischen mit hydroponischer Pflanzenkultivierung kombiniert werden, um die wirtschaftlich tragfähigste Lösung zu finden. Gleichzeitig sollen unter anderem Nährstofffrachten verglichen, Hygieneaspekte und die Kombination von Pflanzenkammern und Fischaufzucht im Gegensatz zur Hydrokultur untersucht und Untersuchungen zur Optimierung des Pflanzenwachstums bei unterschiedlichen Pflanzenarten vorgenommen werden.

Das Landwirtschaftsministerium und das Kultusministerium fördern das Pilotprojekt mit 2,6 Millionen Euro für den Zeitraum Juni 2013 bis Oktober 2015 aus Mitteln des Europäischen Fischereifonds und aus Mitteln des Landes. Die Förderung selbst reiht sich in die Entwicklung einer Strategie zum Aufbau der Aquakultur im Land Mecklenburg-Vorpommern ein. Gleichzeitig soll auf das Potenzial der Aquakultur in Mecklenburg-Vorpommern für mögliche Investoren aufmerksam gemacht werden. (ts/mluv)