Grüne Branche

Asiatischer Laubholzbockkäfer erneut in Bayern gefunden: erstmals Lockstofffallen im Einsatz

Im bayerischen Salmdorf (Landkreis München) ist erneut ein Befall mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB) festgestellt worden. Von der Bayerischen Landesanstalt (LfL) beauftragte Baumkletterer in hatten in Feldkirchen, Ottendichl und Salmdorf nach ALB-Symptomen gesucht. Zur Überwachung des Käfers hat die LfL jetzt erstmals Lockstofffallen eingesetzt. 

Mit den insgesamt 250 Lockstofffallen soll die Überwachung des aus Asien eingeschleppten Käfers wesentlich verbessert werden. Foto: LfL

Insgesamt wurden bislang über 1.200 Bäume bestiegen und abgesucht. Die Suche konzentrierte sich dabei laut LfL auf die wichtigsten Wirtspflanzen: Ahorn, Rosskastanie, Birke, Pappel und Weide. Im Osten der Ortschaft Salmdorf wurde dabei an zwei Ahornbäumen ein ALB-Befall festgestellt. So befand sich in einem Ahorn eine lebende ALB-Larve, in einem zweiten Ahorn ein Gang einer Larve, die von einem Specht aufgeschlagen wurde. Da keine Ausbohrlöcher vom Käfer gefunden wurden, sei der Fund noch rechtzeitig erfolgt, so die LfL.

Der Leitlinie zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers des Julius Kühn-Instituts folgend müssen alle Wirtsbäume im Umkreis von 100 Metern um einen Baum mit ALB-Befall als befallsverdächtig eingestuft und nachfolgend gefällt, gehäckselt und verbrannt werden. In Feldkirchen (Landkreis München) und Neukirchen am Inn (Landkreis Passau) bestehen bereits Quarantänezonen des ALB.

Zur Überwachung des Käfers hat die LfL in diesen Gebieten jetzt erstmals Lockstofffallen eingesetzt. Mit den insgesamt 250 Fallen soll die Überwachung des meist in Verpackungsholz aus Asien eingeschleppten Käfers wesentlich verbessert werden, so die LfL.

Mehr zu dem erneuten ALB-Fund in Bayern und den erstmals zur Überwachung eingesetzten Lockstofffallen lesen Sie in der aktuellen TASPO 32/14. (ts)