Grüne Branche

Auch auf dem Grab: Stauden statt Wechselbepflanzung?

Stauden boomen: bei Hobbygärtnern löst die vielseitige Pflanzengruppe selbst in Kästen und Kübeln immer häufiger den klassischen Sommerflor ab. Auch im öffentlichen Grün lässt sich Ähnliches verfolgen. Mehr und mehr Kommunen verabschieden sich von der kostenintensiven Saisonbepflanzung, entscheiden sich für Dauerhaftes. Warum also nicht auch bei der Grabgestaltung Stauden verwenden – als Raum bildendes Element, als Bodendecker, ja vielleicht sogar, um ganz auf die Wechselbepflanzung zu verzichten? 

Winterstabile Gräser oder immergrüne Farne stellen eine interessant wirkende Alternative zu Eiben und Zypressen dar. Vor allem die Farne sind eine Überlegung wert, zaubern doch Dryopteris und Polystichum im Handumdrehen eine ruhige Stimmung. Wer doch lieber bei den Gehölzen bleibt, wird überrascht sein, wie viele kleinbleibende Varietäten am Markt verfügbar sind. Im Prinzip kommen alle Gehölze infrage, die so klein bleiben, dass man sie auch im Topf kultivieren könnte.

Rainer Koch von der LVG Heidelberg testet aktuell, welche Bodendecker allen Klimaten trotzen. Seit 2008 beschäftigt er sich mit der Sortensichtung wenig bekannter Gattungen und Arten von Bodendeckern auf Grabflächen. Worauf bei der Pflanzenwahl besonders geachtet werden muss, erklären Josef F. Terfrüchte, Geschäftsführer von der Genossenschaft Kölner Friedhofsgärtner, und Lutz Pakendorf in der aktuellen TASPO Ausgabe 35/2012. Die Verbraucherinitiative Aeternitas hat zudem zusammen mit der Staudengärtnerei Gaissmayer (Illertissen) bereits 2007 vier Pflanzenpakete für verschiedene Standorte geschnürt.

Welche Stauden für die Grabbepflanzung geeignet sind und welche Pflanzen problemlos strenge Winter oder trockene Sommer überstehen, lesen Sie in der aktuellen TASPO Ausgabe 35/2012. (ts)