Grüne Branche

Auf den Spuren der Baumschulkultur

Deutsches Baumschulmuseum in der Norddeutschen Gartenschau
Seit September finden interessierte Besucher und Besucherinnen des Arboretums Hinweise auf das Deutsche Baumschulmuseum und die Prägung des Kreises durch die Baumschulwirtschaft. Die Aufstellung von drei Tafeln wurde unterstützt durch die Stiftung der Sparkasse Südholstein. Mit der Aufstellung dieser Tafeln durch das Deutsche Baumschulmuseum wird die kooperative Zusammenarbeit zwischen den führenden Vertretern der Garten- und Baumschulkultur im Kreis Pinneberg unterstrichen.

Alle Beteiligten verweisen stolz auf die erste Spurenlese der Baumschulkultur im Pinneberger Baumschulland, eine Hinweistafel auf das Deutsche Baumschulmuseum und die „gartenroute zwischen den meeren“: „Von Baumschulbaronen und Pflanzenjägern“ in der Norddeutschen Gartenschau im Arboretum.

„Wir freuen uns mit diesen Tafeln, zeigen zu können, was Baumschulen eigentlich sind, was es im Baumschulmuseum zu erleben gibt und wie man auf der Gartenroute „Von Baumschulbaronen und Pflanzenjägern“ noch weitere Zeugnisse der Baumschulgeschichte finden kann“, erklärte der Vorsitzende des Deutschen Baumschulmuseums, Klaus Fliegel. Selbstredend seien damit nicht alle Fragen der Baumschulkultur geklärt, vielmehr hoffe das Team des Deutschen Baumschulmuseums, mit diesen Tafeln Appetit auf mehr gemacht zu haben. „Wer die moderne Entwicklung beurteilen will, sollte auch die Anfänge kennen…“. Diese Überzeugung diene den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Deutschen Baumschulmuseums als Antrieb ihres Engagements.

„Wir sind dem Baumschulmuseum dankbar, die Wurzeln und Entwicklung des Berufsstandes und der Branche in Deutschland sowie im Kreis Pinneberg so anschaulich und engagiert zu vermitteln“, ergänzte Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer vom Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB). Nicht von ungefähr findet sich gerade hier im Kreis Pinneberg das Deutsche Baumschulmuseum.

Gemäß Baumschulerhebung 2008 werden in Schleswig-Holstein auf einer Fläche von 4.143 Hektar Gehölze für den weltweiten Handel produziert. Das sind fast ein Fünftel bzw. knapp 20 Prozent der gesamtdeutschen Baumschul-Anbaufläche. Schleswig-Holstein (Kreis Pinneberg) ist eines der drei wichtigsten Anbaugebiete für Baumschulpflanzen in Deutschland. Allein 73 Prozent oder 292 der schleswig-holsteinischen Baumschulbetriebe mit 85 Prozent der Baumschulfläche (3522 ha) entfallen dabei auf den Kreis Pinneberg. Das „Pinneberger Baumschulland“, ist damit immer noch eines der größten Baumschulgebiete der Welt.

Carsten Bock vom Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer in Ellerhoop griff diesen Faden auf und verwies auf die vielfältigen Aufgaben, denen sich die moderne Baumschulwirtschaft zu stellen habe. Das Gartenbauzentrum unterstütze den Erwerbsgartenbau in Schleswig-Holstein dabei in vielen Bereichen wie zum Beispiel Arbeitswirtschaft, Ausbildung, Unternehmensführung, Technik, Öffentlichkeitsarbeit und Versuchswesen. „Daneben aber - und darum sind wir heute hier, darf nicht vergessen werden, dass Baumschulen ein Produkt mit hohem Freizeit- und Erholungswert produzieren. Mit der Gartenroute von „Baumschulbaronen und Pflanzenjägern“ möchten wir ans Licht bringen, welche beeindruckenden dendrologischen Besonderheiten der Kreis Pinneberg zu bieten hat.“ Das Arboretum schließlich – selbst Teil der Route – sei dafür ein wunderbarer Beleg.

Dieses Lob nahm der Gastgeber Prof. Hans Dieter Warda als Leiter der Norddeutschen Gartenschau im Arboretum des Kreises Pinneberg, wie es richtig heißt, mit Freuden auf und bedankte sich für die kooperative Zusammenarbeit.

Weitere Informationen auch unter http://www.norddeutsche-gartenschau.de.