Grüne Branche

Auf Gütezeichen achten: Grauzone bei Rindenmulch

Seit Jahren wird Rindenmulch aus Nadelholzrinde erfolgreich im Gartenbau angewendet - zumindest dann, wenn er ein RAL-Gütezeichen trägt. Derzeit befinden sich nach Informationen der Gütegemienschaft Substrate für Pflanzen aber auch Produkte auf dem Markt, die die Bezeichnung Rindenmulch eigentlich nicht verdienen und auch nie ein RAL-Gütezeichen erhalten würden.

Neben dem zu erwartenden Hauptbestandteil Nadelholzrinde, finde man deutlich erkennbare Anteile an Holz und anderen Fremdstoffen aus der Garten- und Landschaftspflege - beispielsweise Überkornanteile aus der Kompostherstellung. Im Extremfall, so die Gütegmeinschaft weiter, seien auch nicht organische Stoffe enthalten, beispielsweise Steine und Folienreste. Auch eine sehr inhomogene Körnung beeinflusst die Qualität negativ.

Die Bezeichnung "Rindenmulch" ist nicht geschützt und befindet sich gesetzlich somit in einer Grauzone. Es müssen nicht unbedingt 100 Prozent Rinde enthalten sein. Ab wann aber von Betrug gesprochen werden kann, ist nicht eindeutig geregelt.

Garant für ein einwandfreies Produkt seien dagegen die mit dem RAL-Gütezeichen gekennzeichneten Rindenprodukte, bei denen wichtige Qualitätsparameter wie der Holzanteil, die Körnung, artfremde und pflanzenschädigende Stoffe oder auch Insektizidrückstände streng kontolliert würden.