Grüne Branche

Aufwendungen rückwirkend wieder begrenzt steuerlich abzugsfähig

Die steuerliche Anerkennung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer führen häufig zu Streitigkeiten mit dem Finanzamt. Unzählige Urteile des obersten Finanzgerichts zu diesem Themenbereich sind ergangen. Seit 2007 schließlich waren sie nur noch steuerlich berücksichtigungsfähig, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildete (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 2 EStG alt).

Das Arbeitszimmer darf kein Durchgangszimmer zu anderen privat genutzten Räumen sein und für die Familie muss genügend Wohnraum bleiben.

Das bedeutete in der Praxis, dass der Inhaber einer Baumschule, der natürlich seinen beruflichen Mittelpunkt im eigenen Betrieb hat, die Kosten für sein privates Büro, auch wenn er es ausschließlich für betriebliche Zwecke nutzte, nicht mehr wie zuvor als Betriebsausgaben absetzen konnte.

Diese Regelung wurde vom Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 6. Juli 2010 (2 BvL 13/09) gekippt. Darauf hat der Gesetzgeber inzwischen reagiert und rückwirkend zum 1. Januar 2007 (§ 52 Abs. 12 EStG) eine begrenzte Abzugsfähigkeit der privaten Arbeitszimmer-Kosten bis 1.250 Euro eingeräumt, wenn kein betrieblicher Arbeitsplatz für die Büroarbeit zur Verfügung steht (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b Sätze 2 und 3 EStG neu).

Ausführliche Informationen in Ausgabe 11/ 2011 Deutsche Baumschule.