Grüne Branche

Ausbildertagung: Gärtner diskutieren Konzepte für die Nachwuchswerbung

„Wie können wir den Berufsnachwuchs im Gartenbau sicherstellen?“ Diese Frage beschäftigte die Teilnehmer der Podiumsdiskussion bei der Ausbildertagung am Beruflichen Schulzentrum Regensburger Land. 

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion diskutierten Möglichkeiten, Schulabgänger für den Beruf Gärtner zu begeistern (v. l. n. r.): Anton Liedl (Staatliches Berufliches Schulzentrum Regensburger Land), Elisabeth Frick (Schulleiterin Mittelschule Alteglofsheim), Jürgen Gritschmeier (Agentur für Arbeit Regensburg), Andreas Schmitt (Gartenbauzentrum Bayern Mitte), Verena Haiker (Auszubildende Zierpflanzenbau), Bernd Fischer (Bezirksvorsitzender Bayerischer Gärtnereiverband). Foto: AELF Fürth

Der Berufswunsch Gärtner stehe nur bei wenigen Jugendlichen auf der Wunschliste, informiert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth. „Gärtner nutzen noch zu wenig die Möglichkeiten ihren Beruf den Schülern der Mittelschulen frühzeitig nahezubringen“ stellte Elisabeth Frick, Schulleiterin der Mittelschule Alteglofsheim, fest.

Betriebsbesuche, Betriebspraktika und aussagefähiges Infomaterial würden helfen, den Beruf des Gärtners in das Bewusstsein der Schüler zu rücken. Die Vorstellungen über den Beruf Gärtner seien stark veraltet und es ist dringend nötig, diesen abwechslungsreichen Beruf dem potentiellem Nachwuchs attraktiv zu präsentieren, meinte der Bezirksvorsitzende des Bayrischen Gärtnereiverbandes Bernd Fischer.

Gute Nachwuchskräfte seien im Gartenbau gesucht und deren Leistungen werden von den modernen Gartenbaubetrieben auch weit über dem Tariflohn honoriert. Ausgebildete Gärtner haben im In- und Ausland vielfältige Berufsperspektiven. Bei großen Industrieunternehmen werde für die Nachwuchswerbung viel Geld in die Hand genommen. Dies können die mittelständischen Unternehmen des Gartenbaus nicht leisten. Deshalb sei es nötig, sich mit innovativen Ideen und einer verstärkten Präsenz in den Social Medias dem Konkurrenzkampf um den Berufsnachwuchs zu stellen. Hierzu hätten einige Betriebe gute Ideen gehabt, die es jetzt gelte umzusetzen. (ts/aelf)