Grüne Branche

Ausbildung: Plus im GaLaBau, minus bei den BluZies

In Bayern haben letztes Jahr 902 junge Menschen eine betriebliche Ausbildung im Beruf Gärtner/Gärtnerin begonnen. Dies waren rund zehn Prozent mehr als 2006. Allerdings basiert die Zunahme fast nur auf dem Garten- und Landschaftsbau. 978 Gärtnereien in Bayern sind als Ausbildungsbetriebe aktiv. Wie das im Mitteilungsblatt des Bayerischen Gärtnereiverbandes veröffentlichte Datenmaterial zeigt, ging die Zahl der Berufsanfänger im Zierpflanzenbau und in der Sparte Baumschule zurück. Deutliche Zuwächse gab es im Garten- und Landschaftsbau. In den Sparten mit wenig Auszubildenden ist die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge leicht höher als zuvor. Die Zahl der Berufsanfänger in den sieben Sparten im Einzelnen (2007, in Klammer = Vergleichszahl aus 2006): GaLaBau 513 (441); Zierpflanzenbau 252 (265); Baumschule 54 (58); Gemüsebau 48 (37); Staudengärtnerei 18 (13); Friedhofsgärtnerei 12 (4); Obstbau 5 (4).

Die Zahl der Auszubildenden im Zierpflanzenbau ging seit den 80er-Jahren in Bayern deutlich zurück. Beispielsweise waren es 1986 noch 702 Berufsanfänger im Zierpflanzenbau, damals aber nur 256 neue Auszubildende im Garten- und Landschaftsbau.

Genau zwei Drittel der neuen Gärtner-Auszubildenden in Bayern haben Hauptschulabschluss (23,1 Prozent mittleren Bildungsabschluss und 6,1 Prozent mit Abitur oder Fachhochschulreife). Langfristig nahm der Anteil der Gärtner-Auszubildenden mit Hauptschulabschluss zu, derjenige mit Abitur dagegen deutlich ab (Beispiel 1992: 49 Prozent Hauptschulabgänger und 23,5 Prozent mit Abitur oder Fachhochschulreife). Dies deutet auf rückläufige Attraktivität des Berufes Gärtner/Gärtnerin hin. An der Berufsabschlussprüfung Gärtner/Gärtnerin im Jahr 2007 beteiligten sich in Bayern 905 Personen. 750 davon (82,8 Prozent) haben die Prüfung bestanden. Das Prüfungsergebnis war damit etwas besser als im Jahr zuvor (858 Teilnehmer, 77,8 Prozent).