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Ausbildung: „Wichtigster Motivationsfaktor ist die Führungskraft“

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Wie ticke ich und wie mein Auszubildender? Und wie schaffe ich es als Ausbilder, meine Nachwuchskräfte mithilfe einer mitarbeiterorientierten Führung zu motivieren? Fragen wie diese beantwortete der vielfach ausgezeichnete Speaker, „Potenzialwecker“ und Charakterkunde-Experte Gereon Jörn bei einem Weiterbildungsseminar für Ausbilder.

Mitarbeiterorientierte Führung ist ein wichtiger Bestandteil für die Motivation von Auszubildenden. Foto: BGL

Verschiedene Faktoren für die Azubi-Motivation gefragt

„Für die Motivation von Auszubildenden sind verschiedene Faktoren gefragt. Ein wichtiger Bestandteil ist die mitarbeiterorientierte Führung. Viele Ausbilder führen jedoch nach dem Motto: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Quatsch! Denn dann fühlen sich nur diejenigen Auszubildenden wohl, die ähnlich ticken wie der Ausbilder“, so das Statement, mit dem Jörn in das vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein organisierte Seminar einführte. Der Gründer der Potenzialwecker und Experte für Charakterkunde weiß, wovon er redet. Denn seit mehr als zehn Jahren tourt Jörn als Sprecher und Coach durch die Lande.

„Dein beruflicher und privater Erfolg wird immer davon abhängig sein, wie gut du mit anderen Menschen zurechtkommst. Auch bei der Führung und Motivation von Auszubildenden sollten wir mittels Menschenkenntnis zu mehr Toleranz gelangen. Es geht darum, sich selbst zu erkennen, andere zu erkennen und Brücken zu bauen“, erläuterte Gereon Jörn und machte die Teilnehmer des WDA-Seminars anschließend mit dem Typologie-Modell vertraut.

Individuell auf Charakter und Bedürfnisse von Auszubildenden eingehen

Dieses teilt die Menschen in vier grundlegende Typen ein, die sich in ihren Verhaltensmustern und ihren Handlungsmotiven voneinander unterscheiden: den Choleriker, den Melancholiker, den Phlegmatiker und den Sanguiniker. Ziel sei es, so der Referent, zu erkennen, bei welchem Auszubildenden welcher Typ dominiert, um dann individuell auf seinen Charakter und seine Bedürfnisse einzugehen.

Motivierte Mitarbeiter, argumentierte Gereon Jörn, seien innovativ, selten krank und steigerten den Gewinn, die Qualität und die Kundenzufriedenheit. „Der wichtigste Motivationsfaktor ist die Führungskraft oder in unserem Fall der Ausbilder“, so der Experte weiter. Regelmäßige Feedback-Gespräche seien ein guter Weg, die Auszubildenden in ihrem Verhalten zu bestärken, aber auch Verhaltensänderungen herbeizuführen. Dabei sei Lob stets der beste Motivator.

Jeder Mitarbeiter-Typ will anders gelobt werden

Auch hier brauche jeder Menschentyp eine eigene Ansprach, erklärte Jörn. „Beim Melancholiker sollte man das Ergebnis, also die Sache, loben. Beim Phlegmatiker eher die Person. Der Sanguiniker braucht eine Bühne und Bestätigung. Hier lobt man idealerweise alles. Und der Choleriker ist so selbstbewusst, dass er selber weiß, wie gut er ist.“