Grüne Branche

Ausbildungszahl im Gartenbau sinkt

Im Jahr 2007 waren es immerhin noch 18.366 Gartenbau-Auszubildende bundesweit, 2014 sank die Zahl auf 12.804 (jeweiliger Stichtag: 31. Dezember): Wie stark die Zahl der Auszubildenden im Beruf Gärtner/Gärtnerin von 2007 bis 2014 gefallen ist, lässt sich der vom Bundesernährungsministerium kürzlich veröffentlichten „Statistik über die praktische Berufsbildung in der Landwirtschaft“ entnehmen. 

Immer weniger junge Menschen entscheiden sich laut Statistik für eine Ausbildung im Gartenbau. Foto: Ingo Bartussek/Fotolia

Parallel dazu sind es viel weniger neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge als ehemals: Hier ist die Zahl von 7.109 (2007) auf 4.812 (2014) gesunken! Datenmaterial aus dem Jahr 2015 liegt derzeit noch nicht vor.

Garten- und Landschaftsbau mit Abstand Nummer 1
Mit sehr großem Abstand ist der Garten- und Landschaftsbau die Nummer 1 unter den sieben Schwerpunkten des Ausbildungsberufs Gärtner/Gärtnerin. 8.874 Auszubildende und damit fast 70 Prozent der insgesamt 12.804 Gärtner-Auszubildenden entfielen 2014 auf diese Sparte. Auf den nächsten Plätzen folgen der Zierpflanzenbau mit 15 Prozent, die Baumschulen mit 6,3 Prozent und die Friedhofsgärtnerei mit 3,5 Prozent.

Knapp 80 Prozent der Gärtner-Auszubildenden 2014 sind männlichen Geschlechts. Hierbei zeigt sich der Garten- und Landschaftsbau nach wie vor als Männerdomäne: 7.887 männliche und nur 984 weibliche Auszubildende! Bei den Auszubildenden im Zierpflanzenbau ist die Männer/Frauen-Relation dagegen fast ausgeglichen: 977 männliche, 942 weibliche Auszubildende.

Rund 1.500 Ausbildungs Verhältnisse vorzeitig aufgelöst
1.518 Ausbildungsverhältnisse wurden vorzeitig aufgelöst. Dies entspricht annähernd zwölf Prozent aller Auszubildenden im Ausbildungsberuf Gärtner/Gärtnerin. An Gärtner-Abschlussprüfungen 2014 nahmen 4.806 Personen teil. 3.879 – also etwas über 80 Prozent – haben die Prüfung bestanden.

Im Garten- und Landschaftsbau war die Quote der Beteiligten mit bestandener Prüfung mit 77,7 Prozent etwas niedriger als im Zierpflanzenbau mit 85,4 Prozent.