Ausbildungszahlen: Staudengärtner mit größtem Zuwachs

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Die Fachrichtung Staudengärtner konnte 2019 den stärksten Zuwachs bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsvertägen verbuchen. Foto: GMH

Der Beruf Gärtner ist bei jungen Menschen nach wie vor beliebt. Nach aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamts sind die Ausbildungszahlen im Gartenbau 2019 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Den größten Zuwachs bei den Ausbildungsverträgen konnte dabei wie bereits im Vorjahr die Fachrichtung Staudengärtner verzeichnen.

Staudengärtner mit 9,1 Prozent mehr neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Ein sattes Plus von 9,1 Prozent weisen die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei den Staudengärtnern den aktuell vorgelegten Ausbildungszahlen des Statistischen Bundesamts zufolge aus – so viel wie in keiner anderen gärtnerischen Fachrichtung. Bei Baumschulen, im Garten- und Landschaftsbau sowie im Obstbau blieben die Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr demnach stabil, während im Gemüsebau im vergangenen Jahr 1,7 Prozent weniger Neuverträge als 2018 unterschrieben wurden. Am stärksten gesunken ist die Zahl der Neuverträge im Zierpflanzenbau (minus 8,1 Prozent) und bei den Friedhofsgärtnern (minus 9,3 Prozent).

2019 insgesamt 13.050 Azubis im Gartenbau

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt 4.968 Ausbildungsverträge im Gartenbau neu abgeschlossen. Damit wurde nicht nur die 5.000er-Marke der beiden Vorjahre knapp verfehlt – gegenüber 2018 ist die Zahl der neu unterschriebenen Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr auch mit einem Minus von 1,4 Prozent leicht gesunken. Trotz dieses Rückgangs sind die Ausbildungszahlen im Ganzen das dritte Jahr in Folge gestiegen, und mit insgesamt 13.050 Gartenbau-Azubis wurde 2019 sogar zum ersten Mal seit 2013 die 13.000er-Marke überschritten. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) wertet diese Zahlen als Bestätigung seiner Bemühungen in der Nachwuchswerbung.

Dreiviertel der Azubis lernen im Garten- und Landschaftsbau

Prozentual verteilen sich die angehenden Gärtner folgendermaßen auf die einzelnen Fachrichtungen:

  • 75 Prozent lernen im Garten- und Landschaftsbau
  • zwölf Prozent werden Zierpflanzengärtner
  • fünf Prozent lassen sich zum Baumschulgärtner ausbilden
  • je drei Prozent entfallen auf Gemüse- und Friedhofsgärtner
  • zwei Prozent machen eine Ausbildung zum Staudengärtner
  • ein Prozent lernt im Obstbau

Bei den Abschlussprüfungen liegen alle Fachrichtungen bei einer Erfolgsquote von weit über 80 Prozent. Nur im Garten- und Landschaftsbau besteht jeder Fünfte laut Statistik die Prüfung nicht. Aufgegliedert nach Schulabschlüssen verfügen die meisten Azubis bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen in den Fachrichtungen Staudengärtnerei und Gemüsebau über eine Fach- oder Hochschul-Zulassungsberechtigung.