Grüne Branche

Auswertung des ZBG: der Mindestlohn und seine Folgen

Der allgemeine Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde kommt ab dem 1. Januar 2015. So will es der Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Doch welche Auswirkungen hätte dies auf die Erfolgskennzahlen und das Einkommen von Gartenbau-Unternehmern? Das Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau (ZBG) ist dieser Frage nachgegangen. 

Der geplante Mindestlohn von 8,50 Euro wird je nach Sparte die Gewinne unterschiedlich deutlich reduzieren. Foto: Katrin Klawitter

In der aktuellen TASPO 24/14, die am 13. Juni erscheint, wertet ZBG-Geschäftsführer Dr. Bernd Hardeweg die aktuellen Daten aus dem Betriebsvergleich Gartenbau im Hinblick auf die Frage aus, welche Auswirkungen eine Anhebung der Stundenlöhne auf das Niveau von 8,50 Euro auf Erfolgskennzahlen und das Einkommen von Gartenbau-Unternehmern unter aktuellen Bedingungen hätte. 

Seine Analyse basiert auf realen Daten aus Gartenbau-Unternehmen und geht davon aus, dass eine Erhöhung der Preise für viele Produkte nicht durchsetzbar ist. Eine (teilweise) Umwälzung der gestiegenen Produktionskosten auf den Konsumenten sei am ehesten im Direktabsatz möglich, so Hardeweg. Höhere Produktpreise bei Verarbeitern oder beim Handel durchzusetzen, sei dagegen allerdings schwierig, da zumindest im Obst- und Gemüsebereich der internationale Wettbewerb sehr intensiv ist.

Unabhängig davon würden Hardeweg zufolge steigende Lohnkosten auch dazu führen, dass die Unternehmen in arbeitssparende Technologien investieren oder ihr Kulturprogramm zugunsten weniger arbeitsintensiver beziehungsweise besser mechanisierbarer Kulturen verändern.

Die umfassende Auswertung des ZBG zu den Folgen des Mindestlohns lesen Sie in der aktuellen TASPO 24/14 auf den Seiten 8 und 9. (ts)