Grüne Branche

Azerca: Resistenz bei Glomerella verhindern

Der Azerca-Züchtungsausschuss hat eine Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzamt Niedersachsen vereinbart. Ziel der Kooperation ist, möglichen Resistenzbildungen bei Glomerella cingulata, einem bedeutenden Erreger des Triebsterbens an Callunen, vorzubeugen.

Der Züchter Johannes van Leuven (vorn) erläutert Mitgliedern des Azerca-Züchtungsausschusses und Frank Lehnhof vom Pflanzenschutzamt Niedersachsen (r.) eine Heidepflanze aus seiner Sammlung. Foto: Banse

Erste Untersuchungen von mit Glomerella befallenen Pflanzen sollen in der aktuellen Heidesaison starten

Bereits in der aktuellen Heidesaison will die Produzentenvereinigung Azerca mit dem Pflanzenschutzamt Niedersachsen Untersuchungen von mit Glomerella befallenen Pflanzen vornehmen, um eine vorhandene Minderwirkung von Pflanzenschutzmitteln zu untersuchen.

Vorausgegangen waren Untersuchungen des Pflanzenschutzamtes mit der Lehr- und Versuchsanstalt in Bad Zwischenahn. Dabei wurde Inokulationsmaterial aus einem öffentlichen Park verwendet, in dem nur ein Pflanzenschutzmittel zugelassen war. Der Glomerella-Stamm erwies sich im Laufe der Untersuchungen als stark minderempfindlich gegenüber strobilurinhaltigen Pflanzenschutzmitteln.

Triebsterben an Callunen große wirtschaftliche Bedrohung für produzierende Betriebe

„Wir müssen verhindern, dass wir uns nach einer Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel in Sicherheit wiegen und dabei die ungenutzte Zeit verrinnt, eine Krankheit einzudämmen“, so Helmut Hiedl, Vorsitzender des Züchtungsausschusses. Die Kooperation mit dem Pflanzenschutzamt biete eine Chance, einen Überblick über eine mögliche Ausbreitung von Resistenzen zu gewinnen.

Das durch Glomerella hervorgerufene Triebsterben an Callunen stellt eine große wirtschaftliche Bedrohung für produzierende Betriebe dar – vor allem, wenn gegen den Erreger eine zu geringe Bandbreite an Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz kommt und sich so Resistenzen ausprägen können.