Grüne Branche

Azerca: Züchter tagen

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Helmut Hiedl, neu gewählter Vorsitzender des Azerca-Züchtungsausschusses verspricht sich weitere Neuerungen bei Laubschönen und Sonderformen, zum Beispiel bei hängenden Sorten. Das diesjährige Hauptsortiment für Callunen sei breit gefächert, wie Hiedl während der Ausschusssitzung in Altusried feststellte.

Helmut Hiedl zeigt dem Azerca-Züchtungsausschuss seine umfangreiche Eriken-Sammlung. Foto: ZVG/Azerca

Azercasortiment: Vermarktungsmenge von Eriken steigt

Die Sonderformen und Laubschönen werden nach Ansicht des Vorsitzenden weiterhin eine Randerscheinung im Azerca-Sortiment bleiben. Grund zur Freude: Die Vermarktungsmenge von Eriken habe sich stabilisiert. Die Züchter versuchen laut Hiedl momentan, die Winterhärte europäischer Arten mit der Farb- und Formenvielfalt afrikanischer Arten zu vereinen.  

Ebenfalls auf der Tagesordnung: Fortschritte bei der Gaultherienzucht und Vorträge zu verschieden Fachthemen. Prof. Dr. Annette Hohe von der Fachhochschule Erfurt referierte zum Thema Erica-Verwandschaftsuntersuchungen und trug erste Ergebnisse aus den Versuchen mit AFLP-Markern vor.

Forschung: Wachstumsregulation und Vergleich von Gaultherienherkünften

Prof. Dr. Brigitte Poppenberger von der TU München erläuterte die Wirkung von Wachstumsregulationen auf Zierpflanzen. Aus dem Vergleich von verschiedenen Gaultherienherkünften berichtete Dr. Elke Ueber, Leiterin der Zierpflanzenbauversuche am Kompetenzzentrum in Bad Zwischenahn.

Wie während der Ausschusssitzung offensichtlich wurde, wollen Forschung und Praxis weiterhin an einem Strang ziehen. Neue Perspektiven eröffne die Herangehensweise, grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse in angewandten Fragestellungen durch eine Zusammenarbeit von Universitäten und Versuchseinrichtungen testen zu können.