Grüne Branche

Azubi- und Ausbildertag im Kurpark Bad Bellingen

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Welche Gehölze halten dem Klimawandel stand? Dieser Frage gingen 45 Auszubildende des Garten- und Landschaftsbaus und ihre Ausbilder aus der Region Südlicher Oberrhein in Baden-Württemberg beim Azubi- und Ausbildertag im Kurpark Bad Bellingen nach.

Gruppenweise wird Kurpark erkundet

Man kann schon fast von einer Tradition für die Auszubildenden im GaLaBau aus der Region Südlicher Oberrhein sprechen, da der Azubi- und Ausbildertag bereits zum 15. Mal stattgefunden habe. Initiator Ulrich Herzog von der Firma Fautz die Gärten aus Bad Krotzingen weiß, „Die Basics müssen sitzen! Die Beschäftigung mit Pflanzen macht Spaß, wenn man die Besonderheiten und Merkmale eines Baumes kennt.“ So wurden den 45 Teilnehmer:innen zunächst einmal alle wichtigen Pflanzenmerkmale ins Gedächtnis gerufen, anschließend ging es verteilt auf drei Gruppen durch den Park, um zu erkunden, welche Bäume dem Klimawandel standhalten.  

Besonderheiten der Klimabäume vorgestellt

Durch den Kurpark Bad Bellingen wurden die Azubis von Herzog, Ramona Glatz (Ausbilderin bei der Firma Glatz in Freiamt) und der Gehölzkundler Jens-Uwe Voss geführt. Den angehenden Nachwuchskräften wurden dabei rund 20 Bäume vorgestellt, unter denen sich verschiedene Nadelbäume wie die Kaukasusfichte (Picea orientalis), die Schlangenhautkiefer (Pinus leucodermis) und die Zwergsicheltanne (Cryptomeria japonica „Bandai Sugi“) befanden. Den Anforderungen des Klimawandels besonders gewachsen seien zudem das persische Eisenholz (Parrotia persica) oder der Judasbaum (Cercis siliquastrum), die sich auch als Straßenbäume eignen. Ebenfalls als Zukunftsbaum eingestuft wurde auch die Hainbuche (Carpinus betulus). Doch die Teilnehmer:innen erfuhren auch Bizarres und Kurioses, denn mit dem Lederhülsenbaum (Gleditsia triacanthos) stellten die Experten auch ein durch seine markanten Früchte auffälliges Gehölz vor. „Wer mutig ist, kann aus den noch unreifen Früchten ein bierartiges Getränk brauen“, erklärte Ulrich Herzog schmunzelnd.

Landschaftsgärtner müssen Auswahl der Pflanzen treffen

Nach der Mittagspause wurde das neu erlangte Wissen nochmals durch eine Rally durch den Park gefestigt, bei der die Azubis auf Pflanzensuche gingen. „Dieser fachliche Austausch auf den verschiedenen Ebenen festigt das neue Wissen über die Gehölze und ist für die angehenden Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner sehr wichtig“, so Herzog. „Die Folgen des Klimawandels werden auch uns Landschaftsgärtner immer mehr beschäftigen“, sagt Andreas Jackobs, Vorsitzender der Region Südliche Oberrhein im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg. „Wir sind es, die die Auswahl der Pflanzen, Bäume und Sträucher treffen, die im öffentlichen Raum und in den Gärten unserer Kunden gepflanzt werden.“

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