Insektenschaugarten in Bremen beginnt zu blühen

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Am Bremer Weserwehr haben Auszubildende aus dem Garten- und Landschaftsbau ein Biotop für Insekten erschaffen. Fertiggestellt wurde der Insektenschaugarten im November 2021 und aktuell steht das Werk erstmals in voller Blüte.

Schaugarten für Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge

Die Hintergründe des von Azubis erstellten Schaugartens sind vielfältig, zum einen soll die Artenvielfalt erhalten werden, zum anderen wollen die angehenden Landschaftsgärtner:innen ihren Beruf nachhaltig betreiben und darüber hinaus auch andere zum Nachahmen inspirieren. Beginn des Projektes war der August 2021, hier sollen sich Wildbienen, Käfer und Schmetterlinge wohlfühlen. Die Idee und die Skizze entsprangen beim BUND Bremen, die anschließende Detailplanung sowie die Anlage erfolgten dann in Kooperation der Regionalgruppe Weser-Ems des Naturgarten und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Niedersachsen-Bremen (VGL). Die Umsetzung und den Bau des Schaugartens übernahmen dann durch Anleitung von Josef Sandig von der Baumrausch GmbH & Co. KG aus Bremen mehrere Auszubildende.

800 Quadratmeter nachhaltig angelegt

Auf insgesamt 800 Quadratmetern am Weserwehr wurden demnach tausende Pflanzen eingesetzt. In erster Linie wurden Baumaterialien wie Sandstein und Bruchsteine benutzt, um den Garten nachhaltig zu gestalten. Auf neue Materialien wurde kaum bis gar nicht zurückgegriffen. Es wurden kleinere Rundwege angelegt, die zum Verweilen einladen. Durch die Arbeit sammelten die Azubis nebenbei noch wichtige Praxiserfahrungen und konnten von den vielen Projektpartnern über die heimische Insekten- und Pflanzenwelt lernen. Unterstützung erhielten die angehenden Landschaftsgärtner zudem vom AuGaLa-Netzwerk, sowie zahlreichen GaLaBau-Unternehmen, die ihre Maschinen, Expertise und Materialien zur Verfügung stellten. Der fertige Insektenschaugarten am Weserwehr soll nun auch ein Lernort mit kleinen Events werden.

„Bereichernd und sinnvoll, Nachwuchs für solche Projekte einzusetzen“

„Natürlich gibt es viel Organisation zu bedenken, weil es viele verschiedene Kontakte und Projektbeteiligte unter einen Hut zu bringen gilt. Die Auszubildenden kommen aus unterschiedlichen Phasen während der Ausbildung – folglich können nicht alle gleich angeleitet werden. Mir hat das alles unglaublich viel Spaß gemacht und ich empfinde es als bereichernd und sinnvoll, den Nachwuchs für solche Projekte einzusetzen: Die Landschaftsgärtner:innen arbeiten an vorderster Front für eine Biotop-Entwicklung und können vor allem im Gärtnerischen – viele Auszubildende sehen wesentlich mehr Steine und Pflaster – etwas  für die Umwelt bewegen“, bilanzierte Sandig schließlich das fertiggestellte Projekt.