Grüne Branche

Bäume gegen das kollektive Vergessen

Drei Maulbeerbäume stehen nun in unmittelbarer Nähe von Reichstag und Bundeskanzleramt Mahnwache. Der Künstler Ben Wagin hat sie dort gepflanzt, damit das Kriegsende vor 70 Jahren nicht in Vergessenheit gerät. Die Bäume stiftete der Bund deutscher Baumschulen (BdB).

Drei Maulbeerbäume erinnern nun vor dem Bundeskanzleramt an das Kriegsende. Foto: BdB

Nicht nur Lenné-Eiche trägt noch Granatsplitter

„Siebzig Jahre nach Kriegsende tragen in Berlin immer noch viele Bäume Granat- und Bombensplitter in sich. Auch im Regierungsviertel befinden sich mit der Lenné-Eiche solche Exemplare“, kommentierte BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl am Rande der Aktion des Künstlers.

Die Maulbeerbäume sollen nun daran erinnern, wie viele Opfer der Zweite Weltkrieg gefordert habe. Und schließlich hat sich der große letzte und traurige Akt des Flächenbrands in Berlin zugetragen. Außerdem sollen die Bäume in den Augen des Künstlers ein Zeichen der Völkerverständigung und des Friedens sein.

Maulbeerbaum als Sinnbild des Lebens

„Die Baumschulbranche will diese einmalige Aktion im Regierungsviertel begleiten. Wir unterstützen die Idee, Geschichte mithilfe von Bäumen sichtbar und erlebbar zu machen. Und der Maulbeerbaum als Kulturbaum ist ein Sinnbild für Leben, dem Motto des BdB folgend: Grün ist Leben.“

Neben dem BdB nahmen an der Aktion auch Hans-Jürgen Pluta, Stellvertretender Vorsitzender der Lenné-Akademie, Rainer E. Klemke, ehemaliger Berliner Museums- und Gedenkstättenreferent, der Schauspieler Hermann Treusch sowie Schülerinnen und Schüler der Regenbogenschule und der Wedding-Grundschule teil. (ts)