Grüne Branche

Bäume in Ohlsdorf

Wenn einer sich auskennt mit den Gehölzen auf dem Ohlsdorfer Friedhof, dann ist es Helmut Schoenfeld. Diesen Erfahrungsschatz, gesammelt während seiner früheren Tätigkeit, darunter 20 Jahre in der Planungsabteilung der Friedhöfe Ohlsdorf und Öjendorf, hat der diplomierte Landespfleger nun in diesem Buch zusammengefasst.

Beim ersten Blättern und Betrachten der 284 Fotos fällt auf: Nur sehr selten sind Grabmale zu sehen. Die Bilder transportieren den Eindruck einen großen Parks, weniger die eines Friedhofs. Es gibt viele kleine Kapitel, die besondere Aspekte von Bäumen in Ohlsdorf aufgreifen, darunter beispielsweise auch Baumgestalten auf Grabmalen. Daneben bilden die beiden Kapitel über ausgesuchte Einzelbäume und die zehn Vorschläge für dendrologische Rundgänge das Herzstück dieses Werks, das damit zu einem Führer wird.

Mit dem Buch in der Hand findet sich jeder Wanderer zurecht, denn jeder Rundgang ist auf einem Lageplan eingezeichnet, seine Länge und seine Anfangs- und Endpunkte bezeichnet. Die Wege sind zwischen 300 und 2.100 Meter lang. Manche lassen sich bei einem Besuch vor Ort sicherlich miteinander kombinieren. Aber auch vom bequemen Sessel aus lässt man sich gern entführen in die Welt von Gurken-Magnolien und Tränen-Kiefern, denn die Texte bieten Informationen in Hülle und Fülle rund um die Bäume in Ohlsdorf.

„Bäume in Ohlsdorf, von Gurken-Magnolien, Tränen-Kiefern und Scheinzypressen“, von Helmut Schoenfeld. 2012, 268 Seiten, 284 Fotos, 20 x 20 cm, kt., Edition Temmen, Bremen, 19,90 Euro. ISBN 978–3–8378–2025–6. jen