Grüne Branche

Bambus des Jahres: Halme bis sieben Zentimeter dick

Gründau. Phyllostachys prominens und damit einen für hiesige mitteleuropäische klimatische Verhältnisse geeigneten Riesenbambus hat die Europäische-Bambus-Gesellschaft Sektion Deutschland (EBS-D) zum Bambus des Jahres 2009 gewählt. Den Angaben zufolge fand dieser als vollkommen winterhart bezeichnete Bambus erst 1995 den Weg aus den chinesischen Provinzen Jiangsu und Zhejiang nach Europa.

Als bisher einziger hoher Bambus toleriere er problemlos Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius. In Deutschland hat er laut EBS-D bisher eine Wuchshöhe von neun Metern erreicht, mit einer Halmstärke von sieben Zentimetern.

Wie der Artname „prominens“ deutlich macht, sind die Nodien oder Knoten auffallend verdickt (prominent).

Phyllostachys prominens bildet nur in jungen Jahren leicht schräge Halme, die mit zunehmendem Alter aber gerade und absolut senkrecht stehen, die Halmfarbe ist im Alter dunkelgrün. Bei sonnigem und mildem Standort ist P. prominens den Angaben zufolge ein durchaus wüchsiger Bambus für einen solitären Platz im Garten. Eingeführt habe ihn die niederländische Baumschule Kimmei aus dem Botanischen Garten in Shanghai. Erhältlich sei er aktuell in allen Mitgliedsbetrieben der EBS-D und in wenigen Jahren voraussichtlich auch darüber hinaus. Da Phyllostachys zur Gruppe der Ausläuferbildenden (leptomoph) gehören, benötigen sie eine Rhizomsperre, erinnert die Vereinigung. Der Platzbedarf sollte bei mindestens zehn Quadratmetern liegen.