Grüne Branche

Basamid: Einsatz alarmiert Polizei

Die Polizei ermittelt gegen einen Baumschuler wegen des Verdachts, das inzwischen verbotene Bodenentseuchungsmittel Basamid verwendet zu haben. Die TASPO fragte bei der Polizeidirektion Bad Segeberg nach, wie es zu dem Einsatz kam und welchen Konsequenzen der Unternehmer zur fürchten hat.

Nicht mehr erlaubt: Der Einsatz des Bodenentseuchers Basamid. Empfindliche Geldstrafen drohen. Foto: Polizei

Polizei Bad Segeberg stellt Bodenverunreinigung fest

Laut Polizeidirektion Bad Segeberg stellte das Polizei-Autobahn- und Bezirksrevier Pinneberg am 23. März zusammen mit zwei Mitarbeitern der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, Abteilung Pflanzenschutz, in einer Baumschule im Kreis Pinneberg eine Bodenverunreinigung fest. Aufmerksam geworden ist die Behörde auf den Fall durch eine Anzeige von einen anonymen Anrufer.

Auf einer Fläche von etwa einem Hektar wurde, so heißt es weiter, verbotswidrig das Bodenentseuchungsmittel Basamid Granulat aufgebracht, das, so erinnert die Polizei, bis 2013 mit einer Ausnahmegenehmigung für einen bestimmten Zeitraum angewendet werden durfte. Seit 2014 gibt es diese Ausnahmegenehmigungen nicht mehr.

Strafverfahren wegen des Einsatzes von Basamid angesetzt

Der Verantwortliche hat sich den Angaben nach geständig gezeigt und muss sich nun in einem Strafverfahren wegen Bodenverunreinigung verantworten. Zum einen liege der Verdacht einer Straftat nach § 324 a StGB Bodenverunreinigung vor und des Weiteren eine Ordnungswidrigkeit nach dem Pflanzenschutzgesetz, die mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Was passiert mit der Bodenverunreinigung?

Was passiert nun mit der Bodenverunreinigung? Hierzu erläuterte die Polizeidienststelle: Nach Abbau des Pflanzenschutzmittels im Boden ist der Anbau von Pflanzen wieder möglich und es gebe hier keine rechtliche Handhabe dieses zu untersagen. Allerdings habe in diesem Fall der Anwender einen wettbewerblichen Vorteil gegenüber anderen, da es zur Zeit kein zugelassenes Ersatzmittel gibt. Dieses dürfte bei einer Ahndung durch die Höhe der Geldbuße berücksichtigt werden. (hlw)