Grüne Branche

Baum des Jahres auf Kasseler Stadtteilfriedhöfen gepflanzt

Ein Schild informiert Besucher über den seltenen Wild-Apfel.

Mit zwei Pflanzaktionen beteiligte sich die Friedhofsverwaltung Kassel am internationalen „Tag des Baumes“ am 25. April. Auf den Kasseler Stadtteilfriedhöfen Kirchditmold und Wahlershausen wurden Wild-Apfelbäume gepflanzt. Der Wild-Apfel ist 2013 zum Baum des Jahres gewählt worden. „Mit der Aktion möchten wir interessierten Besuchern diese seltene Baumart nahe bringen“, so Jürgen Rehs, Leiter der Friedhofsverwaltung Kassel. Obstbäume haben laut Rehs auf Friedhöfen Tradition. Ursprünglich war der Ort der Bestattung die Wiese um oder neben der Kirche. Zwischen den Gräbern pflanzte man Obstbäume, deren Ertrag dem Pfarrer und Bediensteten der Kirche zu Gute kam. „Die Obstbäume symbolisieren den Lebensrhythmus mit Blüte, Ernte und Winterruhe.“ Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden dann die ersten Friedhöfe mit gartenkünstlerischer Gestaltung und Parkfriedhöfe wie sie heute üblich sind.

Der Wild-Apfel ist eine fast vergessene Wildobstbaumart und gehört zu den seltensten Baumarten. Er ist stark gefährdet und meist im Wald oder am Waldrand zu finden.

Der Baum des Jahres wird seit 1989 jährlich von der Dr. Silvius Wodarz-Stiftung bestimmt. Den Tag des Baumes in Deutschland gibt es seit 1952. Mehr unter: www.baum-des-jahres.de, www.friedhofsverwaltung-kassel.defk