Baumaschinen: Wachstumschancen – trotz anhaltender Krise

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Schweden und Dänemark zählen zu den neuen Service- und Vertriebsgebieten des Konzerns. Foto: Zeppelin

Bei 3,3 Milliarden Euro lag der Umsatz von Zeppelin im Jahr 2020. Damit konnte der Baumaschinenkonzern – trotz pandemiebedingter Belastungen – seinen Umsatz im Vergleich zu 2019 (3,1 Milliarden Euro) steigern. Die Aussichten für 2021 werden als „verhalten optimistisch“ eingeschätzt. Die relevanten Märkte werden sich stabil entwickeln, so die Prognosen.

Zeppelin auf unterschiedliche Weise von Corona-Pandemie betroffen

Insgesamt war Zeppelin auf unterschiedlichste Weise von der Pandemie betroffen. Die zeitweise Verunsicherung in den Märkten, schleppende Vergabe öffentlicher Aufträge und geschlossene Baustellen aufgrund von Teil-Lockdown in einigen der für den Konzern relevanten Märkte führten zu einem merklichen Markt- und Absatzrückgang von Baumaschinen. Der Wegfall von Großveranstaltungen und die verzögerte Vergabe von Aufträgen im Autobahnbau beeinflussten das Mietgeschäft nachteilig, und der Stillstand im Bereich der Kreuzfahrtschiffe beeinträchtigte das Geschäft mit Motoren und Antriebsaggregaten deutlich. Die Märkte in Osteuropa und Russland waren, neben Covid-19, stark von Sanktionen und geopolitischen Spannungen aufgrund der bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Armenien und Aserbaidschan, den innenpolitischen Auseinandersetzungen in Belarus und den politischen Interdependenzen in Russland betroffen.

Der Anlagenbau litt darunter, dass trotz hohen Projektvolumens aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten nur geringe Vergaben erfolgten. Der Rückgang in den Märkten machte an verschiedenen Stellen des Zeppelin Konzerns zeitweise Kurzarbeit notwendig. Sehr früh nutzte das Unternehmen die Möglichkeiten flexibler Arbeitszeitmodelle und ermöglichte mobiles Arbeiten als Lösung, um Pandemie und Beschäftigungsausfällen zu begegnen. „Das Jahr 2020 hat mit der weltweiten Covid-19-Pandemie auch Zeppelin vor große Herausforderungen gestellt. Die Erfahrungen, die wir während der Finanzkrise 2008/2009 gemacht haben, und die Strategie, die wir daraus entwickelt haben, sind wesentliche Gründe dafür, dass Zeppelin die Situation so gut gemeistert hat“, so Peter Gerstmann, Vorsitzender der Zeppelin-Geschäftsführung.

Verhalten optimistischer Blick in die Zukunft

Die Integration der neu erworbenen Service- und Vertriebsgebiete für Caterpillar-Produkte in Schweden, Dänemark und Grönland lag im Rahmen der Erwartungen und ermöglichte das erneute Umsatzwachstum des Konzerns trotz des schwierigen Umfelds. Die Entwicklung der weltweiten Konjunktur wird in erheblichem Maße von der Eindämmung der Covid-19-Pandemie und den Reglungen zu den weltweiten Handelsstreitigkeiten und Sanktionen abhängen. Geopolitische Spannungen und der volatile Ölpreis beeinflussen darüber hinaus einige der für Zeppelin wichtigen Märkte. Der Konzern blickt dennoch verhalten optimistisch in die Zukunft und rechnet mit einer Stabilität der relevanten regionalen Geschäfte und wird von dem erwarteten weltweiten Wachstum der Rohstoffmärkte profitieren. Die erwartete Marktstabilisierung wird durch erhöhte öffentliche Investitionen in Zentraleuropa, sowie der Fortsetzung von staatlichen Infrastrukturprojekten in Russland und der Ukraine getragen werden.

Neue Wachstumschancen für den Konzern

Neue Wachstumschancen eröffnen sich durch die Einführung einer neuen Generation von Mobilbaggern und Umschlaggeräten durch den Herstellerpartner Caterpillar. Auch durch die Positionierung von Produkten und Services im Bereich der Notstromaggregate für Data Center in den Märkten in Nord- und Osteuropa erwartet Zeppelin Wachstumsimpulse. Im Bereich der Digitalisierung investiert Zeppelin weiterhin in den Aufbau einer globalen Dateninfrastruktur als elementare Grundlage für die weitere Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle und Plattformen, um Kunden Services und Angebote an den zukünftigen Anforderungen auszurichten.

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