Grüne Branche

Baumbestattungen in Essen

Erstmals weist die Stadt Essen ab Sommer 2011 Flächen zur naturnahen Baumbestattung aus. Wie „Der Westen“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, dürfen dann unter Bäumen biologisch abbaubare Urnen beigesetzt werden. Zudem gebe es eine Info-Broschüre, die dem Leichentourismus entgegenwirken soll.

Von der konventionellen Beisetzung im Sarg über die Urnenbestattung in Kolumbarien gibt es in Essen 23 Formen der Beisetzung – mit der Bestattung in naturnahen Urnenbaumgräbern kommt im Sommer eine weitere Form hinzu. „Voraussichtlich werden wir auf dem Park- und dem Südwestfriedhof entsprechende Flächen dafür nutzen“, sagt Hans-Joachim Hüser, Sachgebietsleiter Friedhöfe bei Grün und Gruga. Kleine Grabsteine seien erlaubt, ansonsten sollen die Gräber schmucklos bleiben.

Zum 1. Januar wurde außerdem eine Stelle für eine Fachkraft eingerichtet, die über die Kosten für Beisetzungen und die Bestattungsarten informiert. Bislang beschränkt sich die Arbeit auf Informationsveranstaltungen. Auf lange Sicht, so Hüser, wolle man auf dem Parkfriedhof ein Informationsbüro einrichten, in dem sich Hinterbliebene ständig informieren könnten.