Grüne Branche

Baumschule Iglak: Schwerpunkt Freiland-Koniferen

, erstellt von

Iglak bedeutet soviel wie Nadel, und den Koniferen, also Nadelbäumen, verschrieben hat sich tatsächlich die Baumschule Iglak. Auf 50 Hektar kultiviert sie fast ausschließlich Koniferen. Etwa: veredelte Nadelgehölze oder Topiari in groß und klein oder einfache Heckenpflanzen. TASPO Redakteurin Gabriele Friedrich war zu Besuch.

Baumschule im Süden von Warschau

Während der Baumschul-Fachmesse Zielen to Zycie im polnischen Warschau Anfang September führte eine Pressereise in den Süden der Hauptstadt. Rund 40 Kilometer südwestlich von Warschau Richtung Lodz in Osuchow liegt die Baumschule Iglak, die von Waldemar Wojcik im Jahr 1996 gegründet wurde.

Er produzierte zunächst Ziersträucher und Bäume, darunter auch Koniferen. Inzwischen sind seine Söhne Patryk und Robert ebenfalls ins Management der Baumschule eingestiegen. Und ihr Sortiment hat sich deutlich zu etwa 90 Prozent auf die Koniferenproduktion spezialisiert. Im Umkreis von rund 15 Kilometern sind die Quartiere verteilt, dort kultiviert Iglak auf 50 Hektar, zumeist auf eigenem Land.

Freilandproduktion steht im Vordergrund

Die Freilandproduktion steht im Vordergrund, hinzu kommen etwa auf einem Hektar Containerproduktion. Rund 200 Arten und Sorten in verschiedenen Größen hat die Baumschule im Programm, als wichtigste Arten nennt sie Thuja, Picea, Pinus und Juniperus. Die gängigsten Größen sind bis zwei Meter hoch, aber es stehen auch beispielsweise Abies concolor bis sechs Meter, Picea abies ‘Pendula’ bis zu vier Meter hoch oder Bonsai-Formen von Pinus nigra bis drei Meter hoch im Angebot.

Neben den Bonsai-Formen aus dem Freiland oder im Container ist gerade das Sortiment an Formgehölzen wie Stämmchen, Kugeln und Spiralen in den vergangenen Jahren sehr populär geworden, berichten die Söhne. Aber natürlich bleiben auch die Heckenpflanzen wie Thuja ‘Brabant’ und ‘Smaragd’ weiterhin die Renner.

70 Prozent der Baumschulware wird exportiert

Die Gehölze gehen zu 70 Prozent in den Export. Und hier vor allem in Richtung Norden und Osten, in die baltischen Staaten, nach Weißrussland und Russland, nach Kasachstan, in die Republik Moldau, nach Tschechien, in die Slovakai und nach Finnland. Kunden sind Gartencenter, Landschaftsgärtner, Kommunen und andere Baumschulen.

Die gute Winterhärte, Gesundheit, Qualität und der gebotene Service seien gefragt. Entsprechend sei die Baumschule auch in den vergangenen Jahren immer mehr gewachsen. Alle Jungpflanzen und auch Veredlungen werden zugekauft, zumeist im P9er-Topf.

Baumschule Iglak beschäftigt 30 Saisonarbeitskräfte

Bis zu 30 Saisonarbeitskräfte sind bei Iglak beschäftigt, sie stammen meist aus der Ukraine. Sie garantieren, dass beispielsweise in den noch jungen Kulturen im Freiland keine chemischen Herbizide eingesetzt werden müssen. Eine organische Düngung zählt auf den sandigen Böden zur Bodenvorbereitung. Kleinere Ware für Ballen und Topf wird per Hand ausgemacht, für größere stehen verschiedene Ballenstecher bereit.

Für die Bewässerung sind in den Quartieren verschieden große Teiche angelegt. Zum Teil besetzt mit Karpfen, Zander und Wels, welche die Baumschule auch verkauft. In trockenen, sonnigen Sommern und den kalten Wintern des Kontinentalklimas sollen sich so winterharte und robuste Koniferen kultivieren lassen.

Mehr rund um die Themenkomplexe Pflanzenproduktion und Baumschule finden Sie jede Woche in der TASPO, die Sie auch online bestellen und abrufen können.