Grüne Branche

Baumschule Uwe Marken soll saniert werden

Für das in Schwierigkeiten geratene Baumschul-Unternehmen Uwe Marken in Westerstede-Torsholt ist eine Sanierung angedacht. Darüber ist man sich nach Aussagen von Thomas Kotz vom Büro des Rechtsanwaltes Dr. Dirk Rüffert (Oldenburg), der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde, mit der Firmenführung und auch der beteiligten Bank weitgehend einig.

Am 10. Oktober ist in dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Uwe Marken GmbH (Westerstede-Torsholt, Az 61 IN 104/06, Amtsgericht Oldenburg), vertreten durch Geschäftsführer Uwe Marken, die vorläufige Verwaltung des Vermögens angeordnet worden. Danach gab es noch weitere Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Uwe und Ute Marken GbR (Westerstede-Manise, Az IN 107/06) und von Uwe Marken (Westerstede-Manise, Az 61 IN 106/06). Betroffen ist nach Angaben von Uwe Marken gegenüber der TASPO in der Hauptsache das Vermarktungsunternehmen. Die Produktion und Vermarktung laufen nach Auskunft des Rechtsanwaltbüros Dr. Rüffert aber weiter.

Nun ist man laut Uwe Marken dabei, die Firma neu aufzustellen. Spätestens bis zum 30. November müsse das Konzept stehen. Dann folge die Umsetzungsphase, von der Marken hofft, dass sie bis zum Jahreswechsel abgeschlossen ist. Als Gründe für die Schwierigkeiten nannte er die beiden vergangenen schweren Jahre mit jeweils fehlenden Umsätze im Frühjahrsgeschäft durch lange Winter gekoppelt mit der starken Ausrichtung auf Baumschulware für den Absatzzeitraum März bis Mai. Das Sortiment und der Exportanteil sollen bei der Sanierung aber dennoch weitgehend erhalten bleiben.

Als nächster Schritt ist laut vorläufigem Insolvenzverwalter eine Insolvenzgeldvorfinanzierung angestrebt. Bei diesem Verfahren werden die Mitarbeiter für maximal drei Monate von der Arbeitsagentur weiterbezahlt. Auf dieser Basis, bei der die Personalkosten zunächst entfallen, sei dann die angepeilte Sanierung geplant.

Der Umsatz des Baumschulunternehmens, das zu den größten im Ammerland zählt und auch große Baumarkt- und Pflanzencenter-Ketten beliefert, lag zuletzt bei rund 15 Millionen Euro. Betroffen sind insgesamt rund 130 Mitarbeiter sowie rund 100 Hektar Betriebsfläche, auf der sich auch das Pflanzenversandzentrum mit rund 3000 Quadratmeter großer Halle und zwölf Andockstellen für Lkw befindet.