Grüne Branche

Baumschulen: Eigener Verband für Bayern beschlossen

Trotz verschiedener Gespräche mit dem Bund deutscher Baumschulen (BdB) als Bundesverband ist der vom Landesverband Bayern erwogene Austritt (siehe TASPO 51+52 2006) noch nicht vom Tisch. Im Gegenteil: Zur Wintertagung des Landesverbandes am 16. Dezember in Ingolstadt hat der erweiterte Vorstand die Gründung eines "eigenen Rechtskörpers" beschlossen. Der Beschluss, der das Bilden eines eigenen Verbandes nach dem Vereinsrecht ermöglicht und damit mehr Eigenständigkeit und auch Kontrolle über die Mitgliedsbeiträge, fiel einstimmig in geheimer schriftlicher Abstimmung.

Wie Landesverbandsvorsitzender Ludwig Wörlein gegenüber der TASPO ausführte, sucht der Landesverband aber weiterhin das Gespräch und will mit dem BdB verhandeln, um als eigener e. V. unter dem Dach des Bundesverbandes zu bleiben. Der Vorstand habe allerdings auch das Mandat, beim Scheitern der Gespräche die Verbindung zu anderen Gartenbauverbänden zu suchen. Ohnehin soll die bereits intensivierte Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Gärtnereiverband und dem Verband Garten- und Landschaftsbau in Bayern beispielsweise zu Themen wie Landesgartenschauen noch enger werden. Auch der Kontakt der südlichen Landesverbände im BdB untereinander nimmt offenbar zu. Wörlein erwähnte regelmäßige Treffen der Landesverbände Hessen, Württemberg, Baden, Bayern, bei denen es insbesondere um Fragen der süddeutschen Belange im BdB oder angesichts der Horti Regio um das Thema regionale Baumschulmesse geht. Entzündet hatten sich die Meinungsverschiedenheiten mit dem Bundesverband unter anderem um das Thema gebietsheimische Gehölze, zu denen es gegensätzliche Positionen im BdB gibt, die Berücksichtung der anders strukturierten Betriebe im Süden sowie zum Thema Verwendung und Höhe der Mitgliedsbeiträge. Die im Sommer erfolgten intensiven Gespräche zwischen Landes- und Bundesverband hätten leider noch keinen Ausweg aus dem Interessensgegensatz aufgezeigt, so Wörlein.