Baumschulen: Niedersachsen 2021 mit größtem Flächenanteil

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Fast 28 Prozent der bundesdeutschen Baumschulflächen liegen in Niedersachsen. Symbolbild: Tomcatbw/Pixabay

Niedersachsen hat im bundesweiten Vergleich die meiste Baumschulfläche. Das hat die Erhebung 2021 des Statistischen Landesamts in Hannover ergeben. Darin aufgeschlüsselt wurden auch die regionalen Spezialisierungen der Betriebe.

399 Baumschulen bewirtschaften 4.794 Hektar Fläche

Rund vier Jahre sind seit der letzten Baumschulerhebung des Landesamts für Statistik Niedersachsen (LSN) vergangen. Seitdem habe sich die Zahl der Betriebe in Niedersachsen geringfügig um ein Prozent von 403 auf aktuell 399 Baumschulen verringert. Die bewirtschaftete Fläche nahm dagegen um 1,7 Prozent zu und betrage nun 4.794 Hektar (2017: 4.713 Hektar). Nach Angaben des Statistischen Landesamts hat Niedersachsen damit im bundesweiten Vergleich die meiste Baumschulfläche – 27,9 Prozent der 17.160 Hektar Gesamtfläche werden demnach in Niedersachsen bewirtschaftet. Spitzenreiter ist die Region Weser-Ems mit 293 Betrieben und 3.786 Hektar Baumschulfläche und insbesondere der Landkreis Ammerland mit 160 Betrieben und 2.612 Hektar Fläche. Damit bleibe das Ammerland mit 40 Prozent aller Baumschulen in Niedersachsen und 54 Prozent der gesamten niedersächsischen Baumschulfläche das Zentrum der Baumschulwirtschaft in dem nordwestdeutschen Bundesland.

Baumschulflächen in Niedersachsen nach Nutzungsarten

Betrachtet wurden in der jetzt vorgelegten Erhebung 2021 auch die Baumschulflächen nach Nutzungsarten. Niedersachsenweit wurden demnach im vergangenen Jahr vor allem Ziersträucher und Laubgehölze sowie Heckenpflanzen und Koniferen/Nadelgehölze produziert. Konkret entfielen dem Statistischen Landesamt zufolge:

  • 736,9 Hektar auf Ziersträucher und Laubgehölze (ohne Heckenpflanzen)
  • 575,1 Hektar auf Heckenpflanzen
  • 519,6 Hektar auf Nadelgehölze/Koniferen (ohne Heckenpflanzen)
  • 490,9 Hektar auf Forstpflanzen
  • 490,5 Hektar auf Laub- und Nadelbäume für Alleen, Straßen und Parks (einschließlich Solitärpflanzen)
  • 418,2 Hektar auf Rhododendren und sonstige Moorbeetpflanzen
  • 132,3 Hektar auf Formgehölze
  • 115,3 Hektar auf Veredelungen
  • 70,4 Hektar auf Bodendecker
  • 56,7 Hektar auf die Anzucht von Weihnachtsbäumen (nicht zum Hieb)
  • 18,6 Hektar auf stecklings- und steckholzvermehrtes Beerenobst
  • 9,6 Hektar auf Schling- und Kletterpflanzen
  • 6,8 Hektar auf Unterlagen

Den Anteil der sonstigen Flächen – zum Beispiel Mutterpflanzen-Quartiere, Brache oder Gründung – gibt das Statistische Landesamt mit 965,5 Hektar an.

Regionale Spezialisierungen der Betriebe laut Statistik

Mit Blick auf die regionalen Spezialisierungen von Niedersachsens Baumschulen dominiert bei Ziersträuchern und Bäumen das Ammerland (1.640,8 Hektar), lediglich im Bereich Forstpflanzen, Veredelungen und Weihnachtsbaumsetzlinge lagen demnach andere Regionen vorne. So waren beispielsweise der Erhebung zufolge 30 Prozent der gesamten niedersächsischen Veredelungsfläche im Landkreis Cloppenburg konzentriert (35 Hektar). Voranzuchten für Weihnachtsbäume wuchsen demnach im vergangenen Jahr überwiegend im Landkreis Emsland (11,5 Hektar). Forstpflanzen wiederum wuchsen 2021 zum größten Teil in der Statistischen Region Lüneburg (310,1 Hektar).