Grüne Branche

Baumschulen Westfalen-Lippe unter neuem Vorsitz

Einen Wechsel an der Spitze hat der Vorstand des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Bund deutscher Baumschulen (BdB) vollzogen. Auf ihrer Wintertagung in Münster wählten die Mitglieder einstimmig Wolf-Dieter Giesbrecht (Lünen) zum neuen Vorsitzenden. 

Der Vorstand in Westfalen-Lippe (v. l.): Reinhard Bertels, Erhard Lodder, Norbert Artmeyer hat sein Amt niedergelegt, Wolf-Dieter Giesbrecht ist der neue Vorsitzende. Foto: Gabriele Friedrich

Norbert Artmeyer (Hörstel-Riesenbeck) hatte nach drei Jahren aus betrieblichen und privaten Gründen als Landesverbandsvorsitzender sein Amt niedergelegt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Reinhard Bertels (Rinkerode) gewählt, und Erhard Lodder (Dülmen) wurde als Schatzmeister wiedergewählt.

Schwierige Saison für Baumschulen Westfalen-Lippe

Zuvor hatte Artmeyer auf das abgelaufene Jahr und die schwierige Saison für die Baumschulen in Westfalen-Lippe hingewiesen. Nicht nur das Wetter mache zu schaffen, so Artmeyer, sondern auch, dass bei einigen Gehölzen eine Marktsättigung erreicht wurde.

Das Einkaufsverhalten der Kunden und auch die Einkaufsstätten verändern sich. Dagegen sollte unbedingt übergeordnete, generische Werbung gestellt werden, die auch die junge Generation anspricht, sie an Blumen, Topfpflanzen und Gehölze heranführt. Wichtig sei, ihnen das lebendige Grün wieder ins Bewusstsein zu bringen und dort zu verankern. Für die produzierenden Baumschulen bedeute es, sich genauer zu überlegen, welche Kulturen und für welche Absatzkanäle Gehölze herangezogen werden.

Sachkunde im Pflanzenschutz: Fristen beachten

Auf die vielen Angebote, beispielsweise durch die Landwirtschaftskammer NRW, zu Schulungen, zu Prüfungen und zum Erwerb der Sachkunde im Pflanzenschutz verwies Verbands-Geschäftsführer Jürgen Winkelmann. Eine Frist läuft bereits am 26. Mai 2015 ab. Bis dahin müssen die Alt-Sachkundigen ihren Sachkundenachweis beantragt haben. Eine entsprechende Chip-Karte wird ab Anfang 2016 verlangt.

Neu-Sachkundige können unterschiedliche Sachkundenachweise beantragen, entsprechende Ausbildungen und Prüfungen ablegen, dann sind sie berechtigt zur Anwendung oder auch zum Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Winkelmann verwies darauf, dass zum Beispiel auch polnische Mitarbeiter einen Sachkundennachweis benötigen oder auch im Geschäft oder im Verkauf tätige Ehefrauen der Betriebsinhaber.

Mindestlohn-Gesetz: vorgeschriebene Bedingungen einhalten

Winkelmann erläuterte auch noch einmal das Mindestlohn-Gesetz in Vertretung von Marion von Chamier, Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes der Westfälisch-Lippischen Land- und Forstwirtschaft (WLAV). Wichtig für die Betriebe ist, alle vorgeschriebenen Bedingungen einzuhalten, egal ob nach gesetzlichem oder tariflichem Mindestlohn bezahlt wird. (fri)

Mehr zur Wintertagung des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Bund deutscher Baumschulen sowie zur Tagung des Verbands Rheinischer Baumschulen lesen Sie in der TASPO 6/2015.