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Baumschulfläche exklusiv als Bienenweide

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Einen Hektar Baumschulfläche stellt die Baumschule Lorenz von Ehren exklusiv als Bienenweide zur Verfügung und unterstützt damit das Projekt „Bienenblütenreich“ des Netzwerks Blühende Landschaft (NBL).

Einen Hektar Fläche hat die Baumschule Lorenz von Ehren exklusiv als Bienenweide zur Verfügung gestellt. Foto: Baumschule Lorenz von Ehren

Bienen als Indikator für umweltgerechte Produktion

Bernhard von Ehren, geschäftsführender Gesellschafter der Baumschule Lorenz von Ehren, begründet sein Engagement: „Bienen gelten auch als ein Indikator für eine umweltgerechte Produktion, und das möchten wir für uns noch deutlicher hervorheben. So habe ich mich entschlossen, neben den bei uns in den Quartieren ohnehin schon stehenden Bienenstöcken der Honigbiene (Apis mellifera) direkte Flächen für Bienen anzulegen“.

Auf zwei Parzellen entstehen derzeit Wildblumenwiesen. Zum einen zeige die Baumschule damit ihre nachhaltige Produktion, zum anderen schaffe sie damit Lebensraum für Biene, Hummel und Co.

Gehölze als natürliche Nahrungsquellen

„Unsere Baumschule bietet den Bienen generell viele Nahrungsquellen, und doch bleibt das Anpflanzen von Bienennährgehölzen in der Diskussion um das Bienensterben häufig unberücksichtigt“, ergänzt von Ehren. „Doch Gehölze wie Acer campestre, Tilia, Castanea sativa, Malus, Quercus petraea oder Quercus robur sind natürliche Nahrungsquellen für Honig- und Wildbienen sowie Hummeln.“

Von Ehren wird mit seinem Engagement Projektpartner des Netzwerks Blühende Landschaft, das sich nach eigenen Angaben seit fünfzehn Jahren für die Verbesserung der Nahrungs- und Lebensgrundlage Blüten besuchender Insekten einsetzt, damit alle Nektar- und Pollen sammelnden Insekten wie Honig- und Wildbienen oder Schmetterlinge wieder mehr Nahrung finden.

Nicht nur Bienen-, auch Storchenfreundlich

Natur- und Umweltbewusstsein beweist das in Hamburg-Marmstorf ansässige Unternehmen aktuell zudem gegenüber einem Storchenpaar, das sich auf einer der Baumschulflächen niedergelassen hat. Diese soll bis weiteres nicht kultiviert werden, damit die Vögel dort ungestört leben, brüten und ihren Nachwuchs großziehen können.

„Mit dieser Entscheidung werden wir unserem eigenen Anspruch gerecht, die Umgebung in der wir leben und auch produzieren, nachhaltig und umweltgerecht zu behandeln“, erläutert von Ehren seinen Entschluss. Selbst die durch die Maßnahme zu erwartenden wirtschaftlichen Einbußen im fünfstelligen Bereich nimmt der Unternehmer in Kauf: „Das ist mir der Storch wert.“

Bundesweites Projekt „BienenBlütenReich“

Im Frühjahr 2016 hatte das NBL das bundesweite Projekt „BienenBlütenReich“ gestartet, um im ganzen Land blühende Oasen als Kraftorte für Blütenbesucher entstehen zu lassen. Auch der Babynahrungshersteller Hipp beteiligt sich an der Aktion.

Die Bewerbung für die Blühsaison 2018 ist bereits abgeschlossen. Für die Blühsaison 2019 können blühbegeisterte Baumschulen, Landwirte oder Kommunen wieder ab September anfragen.