Grüne Branche

Baumschultechnik: Was Kanadier und Japaner zur Anreise bewegt

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Als Publikumsmagnet für Fachleute aus der ganzen Welt erweist sich laut Veranstalter die Fachmesse Baumschultechnik 2019. Nach mehreren Jahren öffnet sie dieses Jahr vom 29. bis 30. August in Ellerhoop wieder ihre Tore. Besucher werden aus weit entfernten Ländern erwartet. Was sie motiviert, für „ein paar Maschinen und Geräte“ tausende Kilometer aus Japan oder Kanada anzureisen, fragte der Versuchs- und Beratungsring Baumschulen.

Rita Weerdenburg, Kanadischer Baumschul- und Landschaftsbauverband (CNLA)

Im Jahr 2012 hatte ich erstmalig die Gelegenheit, persönlich die Fachmesse Baumschultechnik zu besuchen und habe damals im Nachgang zur Messe viele Berichte über diese beeindruckende Veranstaltung für unsere Mitglieder im Baumschulverband geschrieben.

Für dieses Jahr haben wir den Besuch der Messe im Rahmen einer Studienreise geplant. Wir bleiben eine ganze Woche in Norddeutschland und werden außerdem noch zwölf Baumschulen besuchen. Diese Fachmesse ist in diesem Sommer das Gesprächsthema bei Baumschulern in Kanada.

Anita Heuver, Vorsitzende des Kanadischen Verbands & Inhaberin der Sortimentsbaumschule Eagle Lake Nursery in Strathmore/Alberta

Auf Grund unserer europäischen Wurzeln haben wir unsere Verbindung nach Europa nie abbrechen lassen. Wir schätzen die Fachkompetenz unserer Kollegen in anderen Ländern. Die Fachmesse Baumschultechnik bietet für uns die Gelegenheit, die derzeit verfügbaren neuesten Technologien der Baumschulwirtschaft an einem Standort zu sehen. Das ist in dieser Form einmalig. Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit, unsere Fachkollegen zu besuchen.

Chris Pieper, Inhaber der Containerbaumschule Pieper in Dorchester, Ontario

Im Rahmen der Studienreise hoffen wir, viele junge Baumschuler aus Kanada mit nach Europa zu bringen, damit sie die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Baumschultechnik sehen können. Das wird sie sicherlich auch motivieren, die Baumschulen in die weitere Zukunft zu tragen.

Noriaki Ikeda, Diplom-Forstwirt aus Japan

Bereits zum dritten Mal nach 2006 und 2012 wird eine etwa 20-köpfige Delegation vom Verband der Forstbaumschulen Hokkaido die Messe Baumschultechnik in Ellerhoop besuchen. In der Forstwirtschaft gibt es seit Jahrzehnten enge Beziehungen und rege Austausche zwischen Japan und Deutschland. Das gilt auch für Baumschulen.

Besonderes Interesse haben die japanischen Delegationsteilnehmer, meist Inhaber von Forstbaumschulen, an technischen Neuheiten bei Automation und Digitalisierung. Beim dreitägigen Aufenthalt in der Hansestadt Hamburg sind neben dem Besuch der Fachmesse auch Besichtigungen in einigen örtlichen  Baumschulen und der persönliche Austausch mit Berufskollegen geplant.