Grüne Branche

Baustoffhandel: Gedämpfte Stimmung

Die 933 Mitgliedsfirmen im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), Landsberg, konnten ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2008 leicht steigern. Nach einem Rückgang von 5,4 Prozent im 2. Halbjahr 2007 meldeten die Unternehmen in einer Blitzumfrage des Verbands zur Jahresmitte ein Plus von 1,74 Prozent, bedingt durch Preissteigerungen bei der Herstellung energieintensiver Warengruppen. Für die kommenden Monate zeichnet die Umfrage ein eher gedämpftes Stimmungsbild: Im zweiten Halbjahr 2008 rechnen 40,6 Prozent der Mitglieder an den bundesweit 2.203 Betriebsstätten mit fallenden Umsätzen, 30,7 Prozent schätzen die weitere Entwicklung unverändert ein, während 28,6 Prozent einen Umsatzzuwachs erwarten. „Der drastische Rückgang der Baugenehmigungen um mehr als ein Drittel bei den Ein- und Zweifamilienhäusern im vergangenen Jahr schlägt in unserer Branche jetzt voll durch“, erläutert BDB-Präsident Max Schierer. Während der Umsatz mit gewerblichen Kunden nahezu konstant blieb (minus 0,23 Prozent), nahm der Umsatz mit Privatkunden um 8,30 Prozent zu. Drei Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet der Baustoff-Fachhandel mit Profikunden, ein Viertel mit privaten Bauherren und Hausbesitzern, Tendenz weiter steigend. Wie der Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, mussten die Mitgliedsfirmen in Rheinland-Pfalz (minus 6.26 Prozent), Niedersachsen (minus 5,12 Prozent) und Sachsen (minus 3,17 Prozent) die deutlichsten Umsatzrückgänge hinnehmen. Dagegen freuten sich die Händler in Mecklenburg-Vorpommern (plus 4,03 Prozent), Baden-Württemberg (plus 3,53 Prozent), Bayern (plus 3,47 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (plus 3,32 Prozent) über leichte Umsatzzuwächse.