Grüne Branche

Bayerisches Bio-Siegel nimmt erste Hürde

Die EU-Kommission hat abgestimmt, die Zeichen für die Genehmigung des neuen Bayerischen Bio-Siegels stehen gut. Die konkreten Standards haben Erzeuger, Verarbeitendes Gewerbe, Handel, Verbände und Verbraucherorganisationen gemeinsam mit dem Verbraucherministerium erarbeitet.

So sieht der vorläufige Gestaltungsentwurf für das Bayerische Bio-Siegel aus. Foto: Landwirtschaftsministerium Bayern

Bayerisches Bio-Siegel: Erste Hürde genommen

„Mit der erfolgreichen Vorabstimmung hat das Bio-Siegel eine wichtige Hürde genommen“, sagte Brunner. Der Landwirtschaftsminister will schon in den nächsten Tagen das offizielle Genehmigungsverfahren für das Zeichen einleiten. Wenn alles planmäßig läuft, könnte der Handel schon im Sommer 2015 erste mit dem Siegel ausgezeichnete Produkte für den Verbraucher anbieten.

Wachsende Nachfrage auf regionale Produkte lenken

So soll die wachsende Nachfrage an Bio-Produkten gezielt auf regionale Produkte gelenkt werden. „Bio und regionale Herkunft sind gesellschaftliche Megatrends, die wir ideal miteinander verbinden können“, so Brunner. Immer mehr Verbraucher seien bereit, den Mehrwert heimischer Bio-Produkte wie Frische, kurze Transportwege und nachvollziehbare Erzeugung auch über den Kaufpreis zu honorieren.

Bio-Siegel für regionale Produkte schafft Transparenz

Die Produkte müssen dann aber auch auf den ersten Blick als regional und eben Bio erkennbar sein. „Wir wollen Bio aus Bayern mit einer einfachen, klaren und verlässlichen Kennzeichnung ein Gesicht verleihen“, so der Minister. Bayern ist mit 6 740 Bio-Betrieben und 212 000 Hektar ökologisch bewirtschafteter Fläche bundesweit das bedeutendste Öko-Land. Die Anzahl der Biobauern hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt.

Bio-Produkte müssen EU-Siegel tragen

Seit 2010 müssen Produkte, die sich mit dem Titel „bio“ schmücken wollen, mit dem Bio-Siegel der EU ausgezeichnet sein. Das deutsche Bio-Siegel wiederum darf nur dann auf dem Produkt auftauchen, wenn auch das entsprechende Zeichen der Europäischen Union aufgedruckt ist. Wie der Bayerische Rundfunkt berichtete, sei das Deutsche Gütesiegel jedoch weniger bekannt, da eine entsprechende Werbe- und Marketingkampagne gefehlt habe.

Außerdem verliere der Verbraucher so langsam den Überblick im Dschungel der Siegel. Medienberichten zufolge hatte Brunner bereits im Sommer 2014 angekündigt, in den nächsten beiden Jahren die bayerischen Agrarexporte von 8,5 auf 10 Milliarden Euro erhöhen zu wollen. Das Bio-Siegel soll zu diesem ehrgeizigen Ziel einen wichtigen Beitrag leisten, indem es Bio-Qualität aus Bayern in den Köpfen der Verbraucher verankert. (cm/ts)