Bayern fördert Versicherungen gegen Wetterrisiken

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Wetterextreme nehmen immer mehr zu, Bayern fördert Obst- und Weinanbauer daher bei ihrem Versicherungsschutz gegen Wetterschäden. Foto: Pezibear/ Pixabay

Im Zuge des Klimawandels nehmen Extremwetterereignisse aktuellen Studien zufolge immer weiter zu. Für viele Produzenten von gartenbaulichen Produkten nehmen daher Versicherungen gegen Wetterrisiken eine immer größere Bedeutung ein. In Bayern wird der Abschluss solcher Versicherungen gar gefördert.

Neues Sonderprogramm Obst- und Weinbau

Frost, Starkregen und Sturm, das sind nur einige Wetterrisiken, die zukünftig die gartenbauliche Produktion vor Herausforderungen stellen wird. Umso wichtiger erscheint es daher, einen Versicherungsschutz gegen Extremwetterereignisse abzuschließen. Eine neue Förderung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums (StMELF) für eine Versicherung gegen Sturm, Frost oder Starkregen sei laut Ministerium bereits gut angelaufen. Das neue Sonderprogramm Obst- und Weinbau sei ein Pilotprojekt und bezuschusst die Prämien auf betriebliche Ertragsversicherungen gegen Starkfrost, Sturm oder Starkregen mit bis zu 50 Prozent. Alle Antragsteller müssen nun in einem zweiten Schritt zwischen Mitte März und Mitte Mai 2021 einen Mehrfachantrag abgeben. Im Flächen- und Nutzungsnachweis müssen des Weiteren alle Flächen angeben werden, für die ein Zuschuss zur Mehrgefahrenversicherung beantragt wurde.

Bereits 450 Anträge eingegangen

Die Förderung wurde laut Ministerium bis zum Anfang März 2021 bereits gut angenommen. Insgesamt 450 Winzer und Obstbauern haben einen entsprechenden Antrag auf Förderung ihrer Mehrgefahrenversicherung gestellt. Damit sei eine Gesamtfläche von rund 3.000 Hektar versichert, was einem Viertel der förderfähigen Anbaufläche in Bayern gleichkomme. „Jeder vierte Hektar der Anbaufläche wurde damit versichert. Das ist ein sehr großer Erfolg für unser neues Sonderprogramm. Es zeigt, dass unsere Obstbauern und Winzer bereit sind, sich gegen die zunehmenden Wetterrisiken selbst abzusichern“, freut sich Agrarministerin Michaela Kaniber über die rege Beteiligung am Pilotprojekt.

Winzer mit dem größten Anteil

Die meisten eingegangenen Anträge kamen bisher von Winzern, die einen Anteil von rund drei Viertel der Antragsteller bilden. Bezogen auf die gesamte bayerische Anbaufläche fördert das Sonderprogramm die Versicherung von 33 Prozent der bayerischen Anbauflächen für Erdbeeren. Des Weiteren wurden 31 Prozent der Weinbau- sowie zwölf Prozent der Obstanbauflächen versichert. „Mit unserem Programm können wir den besonders von Witterungsrisiken betroffenen Winzern und Obstbauern helfen. Der Klimawandel betrifft aber grundsätzlich alle Landwirte. Deshalb setze ich mich weiterhin auf Bundesebene dafür ein, ein Förderprogramm zur Versicherung witterungsbedingter Ernterisiken für die gesamte Landwirtschaft einzurichten“, so Kaniber.

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