Bayern stellt Praxishilfen für klimaresistente Bäume vor

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Ministerin Michaela Kaniber mit dem neuen Leiter der LWF, Dr. Peter Pröbstle. Foto: Pia Regnet / StMELF

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat eine umfangreiche Praxishilfe für Waldbesitzer vorgestellt, in der Tipps rund um die Auswahl von geeigneten Baumarten für die bayerischen Wälder erläutert werden, die dem Klimawandel standhalten können.

Zweiter Band der Praxishilfe vorgestellt

Welche Baumarten sind dem Klima der Zukunft gewachsen? Diese Frage stellen sich Waldbesitzer, Kommunen, GaLaBauer und Gärtner gleichermaßen. Um Entscheidern in Bayern die Auswahl geeigneter Bäume etwas zu erleichtern, hat Forstministerin Kaniber umfangreiche Praxishilfen erarbeiten lassen. Gemeinsam mit dem neuen Leiter der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Dr. Peter Pröbstle, wurde nun der bereits zweite Band dieser Praxishilfe in München vorgestellt. „Die Anpassung der bayerischen Wälder an den rasant fortschreitenden Klimawandel ist eine Mammutaufgabe für unsere Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Die Praxishilfen der LWF sind dabei ein wichtiges Instrument. Denn sie helfen bei der Entscheidung, wo künftig in Bayern welche heimischen oder alternativen Baumarten angebaut werden können“, erklärte Kaniber.

Kompendium um 16 Baumarten erweitert

Die erste Praxishilfe wurde bereits vergangenes Jahr im Sommer veröffentlicht. Das neue Kompendium wurde um insgesamt 16 Baumarten erweitert und aktualisiert. Darunter befinden sich auch Arten, die bereits in anderen Regionen der Welt ihre Trockenheits- und Hitzeresistenz bewiesen haben. Als Beispiele seien hier die Japanische Lärche oder die Roteiche genannt. Anhand anschaulich aufbereiteter Steckbriefe werden zu diesen Baumarten das Klimarisiko, Waldschutzfragen oder eine mögliche Holzverwendung näher erläutert. „Solche Kenntnisse sind entscheidend für den Erfolg des so dringend nötigen Waldumbaus. Denn die jungen Bäume, die wir heute pflanzen, müssen bestmöglich an ihre künftigen Klima- und Standortbedingungen angepasst sein“, sagte Kaniber bei der Vorstellung.

Praxishilfen werden fortlaufend aktualisiert und ergänzt

Die vorliegenden Praxishilfen basieren auf einem bundesweit einzigartigen Standort-Informationssystem und werden anhand neuester Erkenntnisse, zum Beispiel aus verschiedenen Versuchs- und Praxisanbauten, fortlaufend ergänzt und verfeinert. Beide Bände können in gedruckter Form zu jeweils 10 Euro oder kostenfrei als digitale Version unter diesem Link beim LWF bezogen werden.

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