Grüne Branche

Bayerns eigenes Bio-Siegel

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Die EU-Kommission hat nach mehrmonatiger Prüfung das bayerische Bio-Siegel bewilligt. Wie Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mitteilte, sollen die ersten ausgezeichneten Produkte bereits im Herbst im Handel zu finden sein. So soll die gezielte Nachfrage nach Bio gleichzeitig auf regionale Produkte gelenkt werden.

Ab Herbst sollen bereits die ersten Produkte mit dem bayerischen Bio-Siegel verfügbar sein. Foto: STMELF Bayern

Großes Interesse an Bio-Siegel

Das Interesse an Bayerns Bio-Siegel sei groß, ist sich das Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft sicher. Erzeuger, die verarbeitende Industrie und der Handel hätten darauf gewartet. „Die einfache, klare und einprägsame Kennzeichnung sorgt für Transparenz und Verlässlichkeit“, sagte der Minister. Brunner erwarte, dass sich das bayerische Bio-Siegel schnell am Markt durchsetzen werde und somit regionale Bio-Produkte öfter in den Einkaufskörben der Verbraucher platziert.

Hohe Standards der Ökoverbände Maßgabe

Die hohen Standards der Ökoverbände Bayern seien der Standard für die Qualitätsvorgaben einer Zertifizierung. Sie gingen deutlich über die Anforderung „normaler“ Bio-Produkte hinaus, so Brunner. Bei der Produktion liegt zusätzliches Augenmerk auf Tierschutz und der Ausbringung von Düngern. Die Kontrollinstanz ist ein mehrstufiges System, das dann neben dem Herkunfts- und Qualitätssicherungssystem bestehen wird.  

Lizenznehmer schließen Verträge mit Herstellern

Die Lizenznehmer des neuen Biosiegels werden Organisationen oder Verbände der Ernährungswirtschaft sein. Sie schließen Verträge mit Herstellern, die das Zeichen nutzen wollen, und stellen sicher, dass die Vorgaben eingehalten werden. Den Vorgaben der EU entsprechend wird es künftig neben der weißblauen bayerischen Bio-Siegel-Version auch ein grünes Siegel ohne Herkunftsbezug geben, das allein auf die hohen Qualitätsvorgaben abstellt.