Grüne Branche

Bayerns Gärtner: Bienen-Volksbegehren Thema zu Valentin

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Traditionell bekommt die Bundeskanzlerin einen Valentinsstrauß im Namen der Grünen Branche vom ZVG und der Blumenfee. Auch in Bayern sind Blumengrüße für Spitzen der Landespolitik zum Valentinstag Tradition. Eine aktuelle Rolle spielte dieses Mal dabei auch das gerade bekannt gewordene erfolgreiche Bienen-Volksbegehren im Freistaat.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (M.) freute sich über den Valentinsstrauß ebenso, wie über das eineinhalbstündige Gespräch mit den gärtnerischen Vertretern (v. l.) – den BGV-Vizepräsidenten Jürgen Herrmannsdörfer und Hermann Berchtenbreiter, Michael Kutter, Vorsitzender BdB Bayern, und BGV-Vizepräsident Herbert Puffer. Foto: BGV

Rettet die Bienen: Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern

Ziel des Volksbegehrens „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern“ – kurz: Rettet die Bienen – ist eine Änderung des Bayerischen Naturschutzgesetzes. Nach dem Entwurf dafür, über den es nach dem Erfolg des Volksbegehrens einen Bürgerentscheid geben soll, soll unter anderem festgeschrieben werden, dass:

  • bis 2025 mindestens 20 Prozent und bis 2030 mindestens 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden
  • staatliche Flächen bereits ab 2020 ökologisch zu bewirtschaften sind
  • Umbruch von Dauergrünland verboten wird
  • biologische Vielfalt des Waldes zu erhalten oder zu erreichen vorrangiges Ziel in staatlichen Wäldern wird
  • zehn Prozent des Grünlandes erst nach dem 15. Juni gemäht werden sollen
  • im Offenland ein Biotop-Verbund geschaffen werden soll, der 13 Prozent der Fläche umfasst

Schutz von Alleen, Streuobstwiesen und Co. gefordert

Enthalten ist unter anderem auch der Schutz von Alleen, Streuobstwiesen (über 2.500 Quadratmeter), Feldgehölzen, Hecken, Säumen, Baumreihen, Lesesteinhaufen, Natursteinmauern, natürlichen Totholzansammlungen, Feldrainen, Bodensenken und Kleingewässern als naturbetonte Strukturelemente der Feldflur.

Auch beim Überreichen der traditionellen Blumengrüße zum Valentinstag für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, seine weiblichen Kabinettsmitglieder sowie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber kam das Bienen-Volksbegehren zur Sprache.

Valentinsgrüße von allen gärtnerischen Erwerbsverbänden

An dem Termin nahmen dem Bayerischen Gärtnerei-Verband (BGV) zufolge alle drei gärtnerischen Erwerbsverbände teil: neben dem BGV der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Bayern und der Bund deutscher Baumschulen Landesverband Bayern.

Die Gärtner beglückten zudem die Landtagsabgeordneten mit einem Valentinsgruß, dabei das komplette neue Landtagspräsidium unter Landtagspräsidentin Ilse Aigner.

Gartenbau trägt viel zum Erhalt der Artenvielfalt bei

Wie der Bayerische Gärtnerei-Verband schildert, spielte in allen Gesprächen mit den Politikern das Volksbegehren zur Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Die gärtnerischen Verbände wiesen stets darauf hin, dass gerade der Gartenbau viel zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt, angefangen von Pflanzensortimenten, die besonders bienen- und insektenfreundlich sind, bis hin zur Kampagne „Rettet den Vorgarten“.

Mehr zu den blumigen Valentinsgrüßen der bayerischen Gärtner und dem Bienen-Volksbegehren lesen Sie in der TASPO 08/2019, die am 22. Februar erscheint.