Grüne Branche

BdB fordert „Nationale Strategie für grüne Stadtentwicklung“

Anlässlich der Übergabe des „Baumes des Jahres“ (Wildapfel – Malus sylvestris) an den Agrarausschuss des Deutschen Bundestages richtete der Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) Helmut Selders die Forderung nach einer „Nationalen Strategie für grüne Stadtentwicklung“ an die mehr als 30 Bundestagsabgeordneten. Ebenso forderte er die Möglichkeit zur Bildung von steuerfreien Rücklagen für die Betriebe, um beispielsweise schwierige Witterungsverläufe finanziell besser abfedern zu können. 

Mark von Busse (Dt. Forstwirtschaftsrat DFWR, v.l.n.r.); Mitglieder des Agrarausschusses: Cornelia Behm, Alexander Süßmair, Dr. Christel Happach-Kasan, Alois Gerig; Dr. Silvius Wodarz (Dr. Silvius Wodarz Stiftung); BdB-Präsident Helmut Selders (hinten); Baumkönigin Theresa Erdmann; Mitglieder des Agrarausschusses: Cajus Cäsar, Hans-Michael Goldmann, Parlamentarischer Staatsekretär BMELV: Dr. Gerd Müller; Mitglied des Agrarausschusses: Petra Crone; BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl; Mitglied des Agrarausschusses: Dr. Edmund Geisen. Foto: BdB

„Der Klimawandel und die von der Politik forcierte innerstädtische, bauliche Verdichtung zwingen die Städte dazu, eine planvolle grüne Stadtentwicklung voranzutreiben“, argumentierte Selders. „Damit die Kommunen diese gewaltige Herausforderung stemmen können, brauchen wir eine gemeinsame Anstrengung des Bundes, der Länder und der Gemeinden in einer Nationalen Strategie zur grünen Stadtentwicklung.“

Ein solcher Ansatz reiche von der Gehölz- und Standortforschung bis hin zur richtigen Planung und Umsetzung von Grünflächen. Die Entwicklung des Stadtgrüns in den nächsten Jahrzehnten werde über das Wohl und Wehe der Stadtbevölkerung entscheiden. „Dabei geht es nicht nur um das Wohlfühlen in der Stadt, sondern eindeutig auch um gesundheitliche Aspekte für die Stadtbewohner“, so Selders weiter.

Selders nutzte zudem die Gelegenheit, um ein weiteres Anliegen der Baumschulen an die Politik zu richten. So zwingen die unvorhergesehenen Extremwinter der letzten Jahre, aber auch die Gefahr des Auftretens von Quarantäneschädlingen die Betriebe dazu, finanzielle Reserven aufzubauen, um solchen unvorhergesehenen Ereignissen entgegenwirken zu können. „Wir fordern, dass die Betriebe eine steuerfreie Rücklage bilden können, die im Eventualfall eingesetzt werden kann“, so Selders. Dies sei der richtige Weg, um den Betrieben eine finanzielle Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. (bdb)